07.10.2008 - Nobelpreis für Krebsforscher
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In diesem Jahr ging der Nobelpreis für Medizin an den 72 jährigen Heidelberger Krebsforscher Harald zur Hausen.
Er erhält damit rund 1 Millionen Euro (die Hälfte des Auszeichnunggeldes).
Zur Hausen ist der Entdecker der Papillomaviren (HPV) die Gebärmutterkrebs auslösen können. Diese Entdeckung (die 1983 und 1984 gemacht wurde) half inzwischen einen Impfstoff zu entwickeln der bereits seit 2007 auf dem Markt ist.
Francoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier haben sich die andere Hälfte des Preisgeldes verdient. Sie hatten das Immunschwächevirus Anfang der 80. in Proben von erkrankten Patienten isoliert und damit ebenfalls zur antiretrovirale Behandlung der Infektion beigetragen.
Am 10. Dezember wird der Medizin-Nobel-Preis überreicht, das erste mal seit 9 Jahren wieder an einen Deutschen Wissenschaftler.
Für zur Hausen selber ein überraschendes Ergebniss.
Die Entdeckung die zur Hausen und seine Mitarbeiter gemacht haben dürfte inzwischen bereits zahlreichen Frauen das Leben gerettet haben, da der Impfstoff nach Studien tatsächlich einen 100% Schutz vor Gebärmutterkrebs bietet.
Das Nobel-Komitee gab bekannt, das jährlich bei weltweit um 500.000 Patientinnen Gebärmutterkrebs diagnostiziert wird, eine der tödlichsten Krebsarten bei Frauen. Pro Jahr sterben ca 6200 Frauen daran (Berliner Robert-Koch-Institut).
Autor:
kayso
Quelle:
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