11.07.2008 - Ärmstes Land der Welt setzt neue Prioritäten
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Sierra Leone verblüfft momentan mit neuen Prioritäten, die das ärmste Land der Welt im Klimaschutz setzt. Vor 50 Jahren waren zwei Drittel des afrikanischen Landes mit Bäumen bedeckt. Heute sind es nur noch fünf Prozent.
Die Regierung geht gegen die illegale Abholzung vor und verhängte sogar ein komplettes Ausfuhrverbot obwohl das Land die Erlöse aus dem Holzverkauf dringend brauchen könnte. Außerdem gründete Sierra Leone zwei Naturparks mit Geldern internationaler Sponsoren. So war es möglich die laufenden Kosten der Parks zu decken und rund 100.000 Menschen in der Umgebung durch jährliche Zahlungen für das verlorene Geld der Abholzung zu entschädigen.
Durch den Handel mit Verschmutzungsrechten könnte Sierra Leone auch Geld verdienen. Reiche Industriestaaten, die viel Kohlendioxid ausstoßen, könnten Geld an arme Länder bezahlen, die aufforsten und damit das Kohlendioxid verbrauchen.
Viele Einheimische schützen den Bald jeoch auch aus eigenem Interesse: "Der Wald ist für uns wichtig. Wir haben oft Stürme hier - vor allem in der Regenzeit. Die Bäume bremsen den Wind. Und der Wald schützt uns auch vor Schlammlawinen und den Wassermassen, die dann von den Hügeln herunterkommen."
Autor:
Lisa
Quelle:
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