08.07.2008 - Erfinderische Natur: Tintenfisch-Schnabel
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Die im Meer lebenden Weichtiere Kalmare haben einen extrem harten, messerscharfen Schnabel, um ihre Beutetiere zu erlegen. Fraglich hierbei ist wie die verletzlichen Tiere es schaffen sich beim Einsatz des Schnabels nicht selber zu verletzen.
Dieses Geheimnis wurde nun gelüftet.
Der Schnabel besteht komplett aus Proteinen, Chitin und Wasser. Bei der Jagd muss gewährleistet werden, dass der harte Schnabel nicht zu abrupt ins weiche Gewebe des Kalamarkörpers übergeht und sich so selber verletzt. Zwar besteht der Schnabel überall aus demselben Material, unterscheidet sich jedoch in der Mischung der Stoffe. Der Chitingehalt nimmt zur Spitze hin zu, während der Proteingehalt zur Spitze hin abnimmt. Zudem beträgt der Wasseranteil ca 70% an der Basis und unter 20% an der Spitze. So ist es möglich, das der Schnabel an der Spitze hart wie ein Messer und geeignet zur Jagd ist und bis zum Übergang zum Körper dann immer weicher wird und somit gefahrlos übergeht.
Diese Entdeckung ist nicht nur äußerst interessant und zeigt ein weiteres Mal die verblüffenden Entstehungsformen die die Natur hervorbringt, auch ließe sie sich durchaus gut für neue Erfindungen einsetzen.
Wenn es zum Beispiel gelänge, einen ähnlichen Gradienten künstlich herzustellen, würde dies ganz neue Möglichkeiten für das Materialdesign eröffen.
Autor:
kayso
Quelle:
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