08.07.2008 - Nazis wachen an der Kiesgrube
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In Zeischa wird es im Sommer nicht langweilig, da das 460-Einwohner-Örtchen in Südbrandenburg über eine bildschöne Kiesgrube verfügt, in der bis vor kurzem noch jeder baden durfte. Doch da kürzlich bei 12 Einbrüchen mehr als 200 Meter Kupferkabel geklaut wurden, sah sich der Besitzer gezwungen etwas zu unternehmen.
Nach eigener Aussage fand er weder bei der örtlichen Polizei noch aus der Politik Hilfe. Kurzerhand entließ er 11 von seinen 12 Angestellten und heuerte stattdessen fünf Neonazis aus der Sächsischen Schweiz an, die von nun an die Kiesgrube überwachen. Die glatzköpfigen Männer fahren im Boot Patrouille, stapfen den Strand auf und ab und erteilen Platzverweise.
Doch es kommt noch härter. "Nur, wer ein NPD-Mitgliedsbuch hat, darf noch an die Kiesgrube" beklagt Helmut Andrack, der 68-jährige Ortsbürgermeister von Zeischa. Natürlich herrscht unter den Anwohnern große Aufregung und Empörung. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Werner bezeichnet die Lage als "mehr als schockierend".
Autor:
Lisa
Quelle:
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