21.06.2008 - Kämpfer für Wale in Haft

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Nach viermonatigen Recherchearbeiten haben zwei Greenpeace-Aktivisten in Japan die illegale Unterschlagung von großen Mengen Walfleisch aufgedeckt und der Staatsanwaltschaft übergeben. Doch anstatt gegen die Walfänger anzugehen, sitzen jetzt die zwei Greenpeacer in Haft.

Die Mannschaft einer japanischen Walflotte hatte 93 Kisten mit Walfleisch (jede im Wert von ca. 3.000 US-Dollar) als persönliches Gepäck deklariert und so unbemerkt vom Schiff gebracht. Das Fleisch wurde wahrscheinlich illegal auf dem Schwarzmarkt verkauft. Nach Angaben von Greenpeace waren sowohl die verantwortliche Fischereifirma als auch die japanische Regierung und das Institut für Walforschung (ICR) an diesem Vorgehen beteiligt.

Bereits 1982 wurden Wale von der ICR mit einer Dreiviertelmehrheit unter Schutz gestellt, doch die japanische Regierung nutzt seit Jahren ein Schlupfloch um den Walfang fortzusetzen. Genau gegen dieses Vorgehen waren die zwei Greenpeace-Aktivisten. Für ihre Freilassung könnt ihr euch unter dem folgenden Link stark machen:

http://www.greenpeace.org/international/news/
activists-arrested-200608/release-our-activists
(Link zusammenfügen)


Autor:
Lisa

Quelle:
www.greenpeace.de



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Kommentare
Mit einem Brief aus dem Gefängnis wenden sich die beiden Greenpeace-Mitarbeiter Junichi Sato und Toru Suzuki an die vielen Menschen in aller Welt, die für ihre Freilassung eintreten.

"Liebe Freunde,

habt Dank für eure Hilfe und Wachsamkeit in all den letzten Tagen. Dank auch an die über 190.000 unter euch, die eine E-Mail an die japanische Regierung gesandt haben, umunsere Freilassung zu erwirken. Und Dank an alle, die diese E-Mail auch an ihre Freunde weitergeleitet haben, damit sie sich beteiligen können.

Unsere Anwälte haben uns erzählt, wie viele Menschen diese E-Mail verschickt haben. Es erinnert uns daran, dass wir nicht allein sind.

Dank auch an alle, die vor japanischen Botschaften in aller Welt friedlich protestiert und Mahnwachen abgehalten haben; die dort Gerechtigkeit für Toru und mich und Gerechtigkeit für die Wale gefordert haben. Zu wissen, dass so viele Menschen an uns und das Schicksal der Wale denken, hilft uns sehr.

Wir brauchen eure Hilfe noch immer. 23 Tage müssen wir in Untersuchungshaft bleiben - das Maximum, das in Japan erlaubt ist, ohne eines Verbrechens angeklagt zu werden.

Wir bitten euch: Ermutigt eure Freunde, eine E-Mail zu senden, wenn sie es nicht schon getan haben. Achtet auf Nachrichten von Greenpeace, die euch sagen, wie ihr aktiv werden könnt.

Sorgt dafür, dass die weltweite Forderung nach unserer Freilassung und nach der Untersuchung des Walfleischskandals, den wir aufgedeckt haben, in Japan laut und deutlich zu hören ist.

Voller Dank und Hoffnung
Junichi Sato"
Lisa am 05.07.2008 18:07
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