20.06.2008 - Die wahren Zahlen der Kriegsopfer

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Laut einer neuen Methode Kriegstote zu zählen, vermutet eine Forscherin der amerikanischen University of Washington in Seattle jetzt, dass mehr Menschen als bisher angenommen während der letzten 50 Jahre in Kriegen ums Leben gekommen sind.

So könnte sich die Zahl der offiziellen Todesopfer des Vietnamkriegs sich von 2 auf 3,8 Millionen fast verdoppeln. Zwischen 1985 und 1994 schätzt man nun, dass bis zu 378.000 anstatt wie bisher angenommen 137.000 Menschen hier Leben ließen.

Auf diese neuen und erschreckenden Zahlen kamen die Forscher durch Befragungen von Familien, die Angaben zu ihren getöteten Geschwistern und Verwandten machten. Allerdings beziehen sich diese Zahlen lediglich auf die durch direkte Kampfhandlungen Getöteten. Wie viele Menschen durch darauffolgende Ereignisse wie etwa Seuchen oder Hungersnöten starben, lässt sich wohl nicht so genau messen.


Autor:
Lisa

Quelle:
de.news.yahoo.com



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Kommentare
Hatte mich auch mal gefragt ob die bei den Opfern nur die Soldaten, die sie geschickt haben minus die, die zurückgekehrt sind rechnen und so auf ihre Zahlen kommen.

Es ist doch ganz normal, dass alle Menschen, die an Folge- oder Nebenwirkungen des Krieges sterben auch zu den Kriegsopfern gehören und in den Statistiken auftauchen müssen
Luck Ee am 22.06.2008 00:49
natürlich, nur gibt es für die zahl der getöteten Zivilisten keine genauen Angaben, nur Vermutungen und Schätzungen und die beginnen z.b. beim krieg in Afghanistan bei 1000 und enden bei 49.600. Wenn "nur" die Soldaten sterben würden, dann wäre das alles etwas einfacher zu verkraften, da man weiß, dass die Soldaten aus den Industrienationen (meiner persönlichen meinung nach) zwar durch gute bezahlung verblendet wurden aber letzten endes selbst für sich entschieden haben ihr leben für etwas sinnloses aufs Spiel zu setzen. Das gilt für die Soldaten aus totalitären Regimen, die gegen ihren Willen in den krieg ziehen, natürlich nicht. Leider aber ist die zahl der Toten unter den Soldaten noch niedriger als die unter den Zivilisten, weshalb ich überzeugter kriegsgegner bin. Im übrigen ist das meinungsbildnis zu diesem thema zischen parlament und bevölkerung sehr sehr unterschiedlich. für den Frieden ist Parlament leider nurnoch die Linke, während jedoch über die Hälfte der bevölkerung befragungen zur Folge, gegen den krigeseinsatz ist. Aufklärungsarbeit ist das einzige was gegen diesen Wahnsinn helfen könnte, Mobilisierung des Widerstandes!
Kolibri am 24.06.2008 13:21
ich denke zwischen 'für frieden' und 'gegen krieg' kann durchaus noch ein unterschied sein. krieg is kacke, aber etwas zur abwehr zu haben ist vielleicht keine so schlechte idee. is sicher auch kacke, das man sowas haben muss, aber teilweise scheint es leider so. auch wenn das natürlich nich so sein sollte. ich kann mich leider mir keiner der parteienen momentan anfreuhnden und glaube versprechen wie 'nur die sind wirklich dafür' schon lange nicht mehr. überzeugungsversuche bringen da auch nicht viel im moment. bless lui
Luimann am 24.06.2008 14:40
naja, man kann schon sagen wer im parlament für kriegseinsätze der Bundeswehr ist und wer dagegen (und dabei ist nunmal nurnoch die Linke auf Seite des Friedens, nichtmal mehr die Grünen leider). nur das die etablierten parteien die kriegseinsätze friedenseinsätze nennen, bei denen durch krieg Frieden geschaffen werden soll, was, wie die realität zeigt, leider nicht erfolgreich ist, weshalb wir übrigenst nochmal weitere 1000 Deutsche Soldaten nach Afghanistan schicken werden (stand heute zumindest in der LT). Ich sage nicht, wir sollten uns distanzieren von unserer Verantwortung in der Welt,nein nein, wir sollten uns schon stark machen für demokratie und Menschenrechte, aber nicht indem wir Kriege führen die tausende unschuldige Menschen das Leben kosten, während die wahren verbrecher hinter den Kulissen verschont bleiben und die ohnehin schon schwache wirtschaft nun ganz in trümmern liegt, wodurch die westlichen besatzer nicht als befreier sondern als zerstörer wahrgenommen werden wodurch folglich natürlich der widerstand gegen die westlichen Besatzer steigt und noch mehr menschen (sowohl zivilisten als auch soldaten) ums leben kommen. Das ist nunmal der Teufelskreislauf. (Deswegen funktionieren amerikanische kriege auch immer so gut.) Naja, ich denke, man kann den tod von unschuldigen Menschen moralisch nicht gutheiße und müsste aus dem grunde schon gegen kriegseinsätze sein und mehr in den wiederaufbau investieren als in stumpfe und plumpe besatzung. im übrigen denke ich, dass wenn auf friedlichem wege keine demokratische und soziale revolution möglich ist, dass es dann immernoch besser ist gezielte anschläge zu verüben auf die schuldtragenden staatsoberhäupter als kriege zu führen bei denen die ohnehin schon unschuldig unterdrückten menschen als erstes fallen, während die Führungsclique weiter Partys feiert. Nach dem motto: Lieber 20 Kugeln und 20 Tote als eine Millionen Kugeln und viele Tausend Tote.
Obendrein kostet uns ein einzelner kriegseinsatz der bundeswehr schon über eine Milliarde, wir bezahlen durch unsere Steuern Kriege, ist doch abscheulich oder nicht?
@Luimann: Natürlich brauchen wir eine Defensivarmee zur Verteidigung, aber wir rüsten fleißig auf und sind dabei auf europäischer ebene eine starke offensiv-Armee zu errichten. Das sind zwei völlig verschiedene Sachen die nicht in einen Topf geworfen werden dürfen.
Kolibri am 24.06.2008 15:18
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