17.06.2008 - Lustiges aus der Politik

09.05.
Raging Fyah - Running Away


Der 4. Track ihres Debut Albums "Judgement Day": "Running Away". Als Video dienen ... weiter

07.05.
Akua Naru - The Block


Eine "live & aflame" Session des Tracks "The Block" von Akua Naru, zusammen mit de... weiter

04.05.
Raging Fyah - Judgement Day


Die sechs Mann starke Kombo 'Raging Fyah' mit ihrer Single 'Judgement Day' vom gle... weiter

Wie weit und breit in den Medien diskutiert wurde, haben die Iren mit 50 % gegen den EU-Reformvertrag gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag jedoch nur bei 40 Prozent, was heißt dass sich über 80 Prozent der irischen Wähler entweder gar nicht für die EU interessieren, oder ihr mit Misstrauen und Abneigung begegnen.

Nach Meinung vieler Politiker hat sich die EU, oder zumindest deren Bürokratie schon weit vom normalen Bürger entfernt. Sie sehen Brüssel oft als einen Verein kleinkarierter Bürokraten. Der Luxemburger Jean-Claude Jucker brachte einen treffenden Vergleich.

279 Wörter zählen die 10 Gebote, 300 die amerikansiche Unabhängigkeitserklärung, 25.911 Wörter die EU-Verordnung über den Import von Karamell-Bonbons.


Autor:
Lisa

Quelle:
www.tagesschau.de



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Kommentare
Import von Karamell-Bonbons? Warum gibt es dafür überhaupt so eine lange Verordnung?
Lisa am 17.06.2008 21:49
wie denkt ihr darüber, dass die Iren abgelehnt haben?
Bin selber erfreut über das NEIN, jedoch nicht generell zum Vertrag sondern eher zu seiner neoliberalen Ausrichtung, die soziale Errungenschaften in Deutschland gefährden.
Karsten am 18.06.2008 13:27
Ich bin nicht gegen Europa und prinzipiell nicht gegen den Vertrag, allerdings war das NEIN der Iren genau richtig. Gar nichtmal wegen des Inhaltes, sondern wegen der fehlenden Aufklaerung. Wer weiss denn wirklich was da drin steht? Die grossen Parteien verschweigen die Inhalte komplett und die kleinere Parteien legen die Inhalten schon sehr extrem zu ihrem Weltbild passend aus.
Michael am 18.06.2008 14:13
extreme Rechte bzw Nationalisten sind dagegen, da sie Angst um ihre politische Souveranität haben, zuviele Rechte an Brüssel abgeben müssen. Damit haben sie nichteinmal unrecht, tatsächlich fungiert der Euop. Gerichtshof immerwieder als Stoppschild für Reformen im eigenen Land. Das beste beispiel hierfür ist das Landesvergabegesetz des Landes Niedersachsen, welches vorsah öffentlich Aufträge, die ja europaweit ausgeschrieben werden müssen, nur an Unternehmen zu geben, die soziale Standarts und faire Löhne haben. Wurde leider gekippt, da dadurch die Wettbewerbsfähigkeit eingeschränkt wird (klar, ein osteuropäisches Unternehmen wird nie im Leben 8 Euro pro Stunde zahlen). Das macht einen schon wütend.
Vieles unsoziales, was sich die Politiker auf nationaler Ebene nicht trauen (wegen Umfrage-Tiefs usw), kann auf europäischer Ebene ohneweiteres umgesetzt werden. Denn davon bekommen die leute nichts mit, da wird weniger drüber berichtet, und für Brüssel fühlt sich niemand der heimischen Politiker verantwortlich. Das euop. Parlament ist viel zu schwach als einziges vom Volk gewähltes Instrument. warum ich also gegen den Vertrag bin: ich sehe Errungenschaften der deutschen Arbeiterbewegung in Gefahr. Das kann die Tarifautonomie sein, das kann Kündigungsschutz sein, Arbeitnehmer-Rechte im allgemeinen, existenzsichernde Löhne usw. Statt zu versuchen, dass wir eine europäische Sozialpolitik erstellen, die Lohn-Dumping verhindert und die etwas weniger entwickelten Ländern der EU helfen könnte, vertritt die EU die Interessen der Global Player, die darauf abzielen bessere Produktionsstandorte und Gewinnmaximierung zu erlangen. Sozialabbau ist dann vorprogrammiert. Der Vertrag von Lissabonist leider einseitig auf die wirtschaftlichen Interessen ausgerichtet. Ich denke aber, dass der Vertrag in einer abgeänderten Form durchaus Erfolg haben könnte. Das ist ja das Gute an Verträgen: Sie lassen sich leichter abändern als Verfassungen.
Kolibri am 18.06.2008 15:08
na dass man in einigen bereichen verantwortung abgeben muss ist doch klar, ist ja schließlich auch das ziel, dass mehr von der eu geregelt wird und nicht von den staaten.

in den usa hat aber zum beispiel auch noch jeder bundesstaat seine eigenen gesetze und was zu sagen. haben sogar unterschiedliche drogenpolitiken. nur weil europa eine verfassung bekommt, werden nicht alle anderen gesetze verschwinden
Ireena am 20.06.2008 09:50
Warum versteht niemand die EU?
(Interview mit dem Kommunikationsexperten Jarren)

http://www.tagess...
Lisa am 20.06.2008 12:06
ich bin ja auch gar nicht gegen europa an sich, ist ja gut, dass wir europaweit gleiches Recht haben sofern dieses Recht auch gerecht ist. Ich sehe die Gefahr, dass die EU zu einem Instrument des globalen Finanzkapitals wird und nicht mehr die Interessen der Mehrheit unserer EU-Bürger (die Arbeitnehmer) vertritt. Deshalb müsste eig. das Parlament das stärkste Gremium innerhalbd er EU sein, ist aber leider das schwächste.
Karsten am 20.06.2008 12:55
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