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Che Guevara wäre heute 80 Jahre alt geworden und sein Mythos lebt bis heute fort. Sein Gesicht findet man auf unzähligen T-Shirts, Postern, Taschen, Kaffeetassen, Wein- und Bierflaschen, Streichholzschachteln, Telefonkarten, Armbanduhren, Schlüsselanhängern, Aufnähern, roten Fahnen, Abziehbildern und Krawatten.
Der Fotograf Alberto Korda, der das Bild 1960 aufnahm spürte sofort die Wirkung, die von diesem Portrait ausging. Veröffentlicht wurde es jedoch erst 7 Jahre später nach Che Guevaras Tod. Korda überließ dem linken italienischen Verleger Giacomo Feltrinelli zwei Abzüge des Fotos. Feltrinelli ließ die ersten tausend Poster drucken. Bald hingen sie in jeder Studentenbude oder Wohngemeinschaft der 68er-Bewegung, gleich neben Lenin und Jimi Hendrix, Ho Chi Minh und Janis Joplin. Mittlerweile gilt es als das am häufigsten reproduzierte Foto der Welt.
Nach der Meinung von Trisha Ziff, die eine Ausstellung und einen Film über das Foto und seine Wirkung gemacht hat, würde es ohne dieses Foto den Che-Mythos heute nicht geben."Wenn Che Akne gehabt hätte und dick gewesen wäre, hätte dieses Foto niemals diese Kraft gehabt", so die Kunstexpertin.
"Wen interessiert da noch, dass dieser Linksheilige dutzende Hinrichtungen anordnete? Dass er auch schon mal selbst abdrückte? Dass er gar den sowjetischen Atomschlag gegen die USA forderte? Das Foto des Alberto Korda hat Che Guevara der Wirklichkeit entrückt. Manchmal sehr weit entrückt." so der Text von tagesschau.de.
Autor:
Lisa
Quelle:
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