28.05.2008 - Unschuldig nach 86 Jahren

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Im Jahre 1922 wurde der damals 28-jähriger Australier Colin Campbell Ross zum Tode durch den Strang verurteilt und kurz darauf hingerichtet. Damals soll er ein 12-jähriges Mädchen vergewaltigt und ermordet haben.

Der Australier konnte zwar ein Alibi vorweisen, doch das Gericht befand ihn dennoch für schuldig, da man einige Haare in seinem Bett fand. Nach einer erneuten Untersuchung stellte sich jetzt jedoch heraus, dass die Haare nicht von dem jungen Mädchen stammten.

Die Angehörigen des vor 86 Jahren Hingerichteten Australiers reichten daraufhin eine Petition ein, so dass der Gouvaneur des Bundesstaates Victoria den Verurteilten nachträglich begnadigte.


Autor:
Lisa

Quelle:
www.spiegel.de



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Kommentare
Naja, von der Begnadigung hat er jetzt auch nichts mehr... eine Hinrichtung kann man nachträglich halt nicht wieder gut machen.

Und was ist von wegen "Im Zweifel für den Angeklagten"?
Lisa am 28.05.2008 13:45
Oh je, der arme Mann. Ich hoffe nur, dass seine Familie die ganze Zeit von seiner Unschuld überzeugt war, ansonsten machen sie sich nun sicherlich große Vorwürfe
Luck Ee am 29.05.2008 16:53
das ist schon eine schlimme sache für alle beteiligten und außerdem ist der wahre mörder und vergewaltiger die ganze zeit noch frei rumgelaufen. für diese leute habe ich kein verständnis und da bin ich auch für die todesstrafe. man muss sich nur 100 prozentig sicher sein, dass man auch den richtigen erwischt hat
Ireena am 30.05.2008 10:32
Und genau da fangen die Probleme an ... die Leute waren sich sicher auch 100% sicher als sie den Falschen umgebracht haben ... wie krass muss das sein, wenn man weiß, dass man unschuldig ist und einfach keiner glaubt einen ...
Michael am 01.06.2008 10:16
Das stimmt wahrscheinlich schon. Zu 100% kann man sich wohl nie ganz sicher sein, also sollte man auch niemanden umbringen... zumindest wenn es nach mir gehen würde.
Lisa am 02.06.2008 22:19
das is es nämlich, 100% gibts einfach nicht. und selbst wenn, stellt sich die Frage, ob man als Mensch über das Leben andere Menschen richten sollte. Deshalb finde ich es schon sehr sehr gut, dass es bei uns keine Todesstrafe gibt. Sicher ist der Fall des Australiers keine Ausnahme. Wieviele Menschen wurden wohl schon unschuldig hingerichtet, und nicht nur in China oder Nordkorea. Schon hart die Vorstellung, unschuldig hingerichtet zu werden.
Karsten am 03.06.2008 11:32
Das ist auf jeden Fall hart, nur ist in den USA zumindest die Frage ob sie etwas falsches gemacht haben, wie etwa Mord oder Vergewaltigung. In China und Nordkorea sind es ja oft Menschen, die einfach nur für mehr Freiheit oder gegen die Regierung kämpfen...
Lisa am 04.06.2008 12:26
wobei es auch in den USA politische Häftlinge gibt. 5 Mitarbeiter des kubanischen Geheimdienstes sind als beispiel als politische Häftlinge seit vielen Jahren hinter Gittern, womit ich natürlich nicht die Menschenrechtsverletzungen in Kuba relativieren möchte. Ich weiß nich wo ich lieber wäre hinter Gittern, ob USA oder Kuba oder China, legitim ist keiner dieser Staaten was sowas angeht.
Kolibri am 04.06.2008 14:36
jep ... ich könnte mich da auch nicht entscheiden ... in allen drei Ländern geht hinter den Kulissen mit Sicherheit ganz schön was ab ... und wahrscheinlich sind das nicht die einzigen Ländern ...
Michael am 05.06.2008 22:32
ihr habt recht, man kann sich nie zu hundert prozent sicher sein. in deutschland ist das ganze schon besser geregelt, hier darf ja auch nicht jeder einfach ins gefängnis geschmissen werden, vorher hat man ja immer eine gerechte gerichtsverhandlung und wenn zweifel bestehen, wird man nicht verurteilt.

das ist natürlich nicht immer die richtige lösung, aber wahrscheinlich schon besser als stumpf einen verdächtigen umzubringen
Ireena am 07.06.2008 13:10
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