13.05.2008 - "Ciao Guevara! Schau der Wahrheit ins Gesicht"

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Erhält Ché Guevara mehr Aufmerksamkeit und Verehrung als ihm für sein Leben eigentlich zustehen? Ja, zumindest nach Meinung des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Die Gruppe entwarf und verbreitete aus diesem Grund ein Plakate mit dem Motto "Ciao Guevara! Schau der Wahrheit ins Gesicht", welches Fakten über das wahre Leben Chés aufweist.

Es wird unter anderem darauf hingewiesen, dass Guevara Massenmörder wie Stalin und Mao verehrte und als Leiter einer kubanischen Haftanstalt für die Exekution einiger hundert Menschen verantwortlich war.

"Die Diskrepanz zwischen dem, was der Mann getan hat und wie er dargestellt ist, ist riesig" so ein Sprecher des RCDS. Außerdem hätten viele der Ché-Verehrer ein naives Kuba-Bild etwa als "einer Karibikinsel, auf der alle Menschen gleiche Lebenschancen haben und ständig Zigarre rauchen und tanzen".


Autor:
Lisa

Quelle:
www.spiegel.de



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Kommentare
diese christliche studentengruppe hat ca das selbe vorurteilige bild von che verehrer (wow, ein eher naiv gewählrtes wort denke ich, denn hier gehts um kein idol sondern mehr um ein pol leitbild) wie ich von gläubigen menschen, nämlich ein total realitätsfremdes und total verzerrtes. wenn ich mir solche religiösen menschen vorstelle, dann hab ich folgendes bild vor meinen augen: nauive leute, die nichts aktiv an ihren problemenn ändern und die denken, sie könnten diese mittwels beten ein für alle mal aus der welt schaffen.
clemens am 14.05.2008 02:02
so ist es!
Das Che keine weiße weste hat, ist bekannt. ,, Ich lefze nach Blut." schrieb er nach der kubanischen Revolution an seine Frau glaube ich.
Man darf einfach nicht den historischen Hintergrund außer Acht lassen. Für die Kubaner war die Revolution in den ersten Jahren danach eine deutliche Verbesserung der Lebensumstände. Batista konnte erfolgreich gestürtzt werden und die Ausbeutung der Kubaner durch die us-amerikanischen Firmen wurde unterbunden. Von 1000 sterben derzeit in Kuba 5,3, vor der Revolution waren es 60 bis 70. Das Analphabetentum wurde nahzu ausgerottet 3 Jahre nach der Rovultion. 44 Universitäten wurden eingeführt, vorher gabs keine einzige. Ohne Kubas Regim gutheißen zu wollen, nicht alles war schlecht. Che würd ich nicht als Vorbild ansehen, weil er getötet hat, aber wäre es möglich gewesen, was für die Menschen politisch auf Kuba zu machen? Natürlich nicht. Was bleibt einem anderes übrig als mit Waffengewalt gegen ein imperialistisches Regim zu kämpfen und Großgrundbesitzer und Us-Amerik.- Firmen zu enteignen damit das Land wieder gerecht unter den Bauern aufgeteilt wird, danmit man wieder Geld hat um Krankenhäuser und Schulen zu bauen.
Es ist vielweniger die Gewalt der Revolution, die abschrecken sollte, als die Gewalt nach der Revolution an andersdenkenden, die schwuppdiwupp dann Conterrevolutionäre waren und verurteilt werden durften.
WAS die sache mit Stalin und Mao angeht, ich glaube, dass Che gegen Ende sehr enttäuscht war von gewissen "sozialistischen" Größen, aber mag sein, dass er eine zeitlang mit solchen Menschen symaptisierten. Ich glaube aber auch kaum, dass er wirklich wusste oder gute Informationen bekam, was tatsächlich in China und der UdSSR so abging. Man sollte sein Engagement für eine sozialere und gerechtere gesellschaft loben, sich an seinen ideen orientieren, sie jedoch der heutigen zeit anpassen. Gewaltlosigkeit in einer Demokratie steht dabei weiterhin im Vordergrund.
Karsten am 14.05.2008 12:21
Jo sicher waren seine Ziele gut und er halt sehr idealistisch ... nur war sein Weg (in weifern es andere gab oder nicht, sei jetzt mal dahin gestellt) nicht immer der beste ... und viele Sache werden halt auch weg gelassen oder verschönert bzw. falsch gedeutet um ihn als Idol weiter hervor zu heben. Wie jeder dazu steht is mir relatig egal, nur fände ich es ganz passend, wenn die Geschichten teilwiese etwas mehr Reliatät beihalten würden und WICHTIG: die Leute die T-shirts etc. von ihm tragen, sollten genaustens wissen, wer er war, was er gemacht hat und warum sie das shirt tragen und nicht einfach nur, weil er eine "bekannte, linke Persönlichkeit" war (wenn ich das mal so ausdrücken kann.

Aber das is eher ne allgemeine Sache ... mag es eh irgendwie nie, wenn Leute einfach irgendwelche Symbole tragen ohne sich über deren Bedeutung im Klaren zu sein.
Michael am 14.05.2008 19:36
4 von 5 Che-t-shirt-trägern denken sicher eher, er sei ein pop-star, bin mir sicher, dass kaum einer von diesen leuten ihn überhaupt erst mit politik oder geschichte in verbindung bringt. dafür fehlt das interesse, aber "modisch" will man sich ja trotzdem geben. Ich denke, was die Person Che betrifft, dass der Mensch automatisch radikalisiert, wenn seine Umgebung durch Gewalt und Ungerechtigkeit geprägt wird. Daher ja auch die Losung: Gewalt erzeugt Gewalt. Auf friedlichem Wege hätte er nix verändern können. Wäre dann verurteilt worden und im Gefängnis gelandet. Er hat sich sogar ja auch dann sehr bald von Kuba gelöst, weil er merkte,dass war nix für ihn, er war mehr der typische Urwald-Guerilla, Sozialismus sollten dann die anderen aufbauen. Das er Menschen getötet hat, die ja auch nur durch ihre äußeren Umstände in eine Armee geraten sind für die sie nun gegen ihn kämpfen müssen, dass die leute, die für die reaktion (also gegen die revolution) gekämpft haben, auch nur einseitig informiert worden sind und ein verzerrtes Bild der realität hatten (so wie er) ist auch klar. Insofern sind die menschen, die er vllt getötet hat, genauso unschuldig/schuldig wie er selbst. Sie lebten in einer Welt frei von weißen Westen. Naja, im Großen Ganzen denke ich sollte man mit idolen im allgemeinen vorsichtig sein, Idole können schnell einen Führercharakter übernehmen, deswegen darf man nie jm. völlig unkritisch gegenüber stehen.
Karsten am 15.05.2008 14:23
Also ich finde es auch schlimm wenn Menschen mit Aufdrucken auf ihren Shirts rumlaufen von denen sie gar nicht wissen was sie bedeuten.

@Karsten: Ich glaube nicht dass man so pauschal sagen kann, dass aus Gewalt wiederum Gewalt entsteht. Es gibt auch viele Menschen die Gewalt erfahren haben und diese deshalb besonders stark ablehnen.
Lisa am 16.05.2008 11:25
Die absolute Ausnahme. Eltern die Kinder schlagen, wurden zu einer sehr großen Wahrscheinlichkeit früher auch geschlagen. Wenn man selber Gewalt erfährt, dann ist es als normal zu betrachten, dass man sich auch mit Gewalt wehrt, ich mein, wer würde sich schon einfach so ohne Gegenwehr verprügeln lassen? Radikale Pazifisten gibts wohl nur bei den Buddhistischen Mönchen, die eher sterben würden, als dem anderen nur ein Haar zu krümmen, was wiederrum unnatürlich ist, also nicht dem natürlichen menschen Charakteur entspricht. Leute, die sich nicht gegen Ungerechtigkeiten und Misshandlung zu Wehr setzen haben die Hoffnung auf Erfolg und Verbesserung ihrer Lage bereits aufgegeben, leiden und ertragen, so gut es geht, sind zur hälfte schon tot.
Karsten am 16.05.2008 14:36
Ja, viele gewalttätige Menschen haben auch eine gewalttätige Vergangenheit, doch dass muss ja nicht heißen, dass auch alle (oder ein Großteil der) Menschen, die früher mit Gewalt in Kontakt waren auch in ihrem späteren Leben Gewalt anwenden.

Klar, wenn man verprügelt wird wehrt man sich im Normalfall auch mit Gewalt, weil das der menschliche Überlebensinstink ist, oder nicht? Aber die Opfer handeln dann ja um sich zu schützen und nicht um anderen zu schaden.
Lisa am 16.05.2008 19:17
natürlch, der Überlebensinstinkt. deshalb gibts ja überhaupt gewalt, nix anderes als überleben ursprünglich zumindest.
wo endet schützen und beginnt schaden? Ein Che, der sicherlich gemordet hat, hat auch nur gemordet, weil er die Menschen schützen wollte. Er sah die Kathatrophe und dachte sich, ich muss den Menschen helfen, da ich die gewalttätigen nicht wegzaubern kann erschieß ich sie. ist verwerflich klar, aber irgendwo ganz natürlich.
Karsten am 17.05.2008 11:33
ob che guevara jetzt gut oder schlecht war, man sollte sich über seine persönlichkeit und sein leben informieren bevor man t-shirts mit seinem gesicht trägt. aber meist sind das nur kleine junge kinder, die es vielleicht machen um sich von anderen abzugrenzen oder auf der anderen seite dazugehören wollen. abhängig davon was ihre freunde gerade machen.
Luck Ee am 18.05.2008 23:11
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