08.05.2008 - Marokkanische Marine lässt 34 afrikanische Flüchtlinge ertrinken
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Insgesamt 68 afrikanische Flüchtlinge der Sub-Sahara-Region brachen von Marokko mit zwei Booten nach Spanien auf. Dort, so hofften sie, könnten sie ein neues, ein besseres Leben beginnen.
Zwei Stunden nach ihrem Aufbruch wurden sie von der marokkanischen Marine gestoppt. Eines der Boote stellte sofort den Motor ab, der andere Kapitän jedoch war nicht bereit seinen Traum aufzugeben, hatte er das Ziel doch schon vor Augen.
Natürlich passte der Marine dieses Verhalten gar nicht und nahm die Vervolgung auf. "Ein marokkanischer Soldat hat dann einen langen spitzen Stock genommen. Er hat einmal in eine der Luftkammern des Bootes gestochen, dann noch einmal. Da haben die Leute Panik bekommen. Trotzdem sind die Soldaten um die Piroge herumgefahren, um auch auf der anderen Seite noch einzustechen" berichtet ein Augenzeuge.
"Wir haben sie angefleht, dass sie uns nach Marokko zurücknehmen und auf unsere Kinder und Babys gezeigt. Eine Seite der Piroge hing schon im Wasser. Ein paar Menschen saßen noch gerade, andere haben sich festgehalten, einige sind ins Wasser gefallen. Dann ist die Piroge ganz umgekippt – mit den 36 Menschen an Bord."
34 Flüchtlinge ertranken nachdem das Boot gekentert war, da sie nicht schwimmen konnten. Lediglich der Kapitän und ein Jugendlicher konnten sich über Wasser halten und wurden von einem anderen Marineschiff gerettet.
Autor:
Lisa
Quelle:
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