30.04.2008 - HIV-Impfstoff macht Fortschritte

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Im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS scheint man jetzt einen ganzen Schritt vorangekommen zu sein. Professor Hans Wolf entwickelte kürzlich einen Impfstoff gegen HIV, der nach ersten Tests an Menschen positive Ergebnisse gebracht hat.

Bereits seit 1985 versucht man ein wirksames Mittel gegen AIDS zu entwickeln was sich jedoch schwierig gestaltet, da das Virus sehr wandelbar ist und ähnlich wie die Grippe in verschiedenen Versionen existiert.

Momentan werden auch in Deutschland an 20 Freiwilligen Tests durchgeführt und bei Erfolgen wird man in Betracht ziehen eine Studie in Afrika durchzuführen.


Autor:
Lisa

Quelle:
www.pnp.de



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Kommentare
Krass, waere echt ne klasse Sache, wenn man AIDS bekaempfen koennte, auch wenn die naechste schwere Krankheit/Infektion wohl nicht auf sich warten laest, wogegen man dann wieder machtlos ist. Aber wohl krass, dass Deutschland da so fuehrend ist.
Michael am 30.04.2008 10:42
auf jeden fall, liegt wohl an unseren Pharmakonzernen, haben jede Menge Kohle, die sie dann wieder in die Forschung stecken. Problem da ist einfach nur, wenn es ihnen gelingt, dann ist AIDS nochlange nicht besiegt. Die hohen Entwicklungskosten wollen die ja schließlich wieder rausholen und dazu noch kräftig Gewinn machen. Daher erstmal Patentrecht drauf und Monopolstellung ausnutzen. Bekommt erstmal die Oberschicht die medikamente, nach ein paar Jahren dann auch die Mittelschicht vllt. und dann, nach vielen vielen Jahren ganz vllt, wenn das Patentrecht ausgelaufen ist, auch mal der eine oder andere Obdachlose, Arme.
Hab mal gelesen, dass das Artensterben besonders bei Pflanzen sich ziemlich negativ auf unsere medizinische Entwicklung auswirken könnte, wenn seltene Pflanzen aussterben bevor Wirkstoffe dieser Pflanzen entdeckt und gefördert werden konnten. Was da wohl noch so einiges auf seine entdeckung wartet.
Karsten am 30.04.2008 11:49
hier werden ja test durchgeführt, was in dem fall ja auch nicht für irgendeinen kosmetischen sondermüll ist, sondern eigentlich ja für eine gute sache steht. mich würde nun interessieren, wie sie dabei vorgegangen simnd und ob dort auch tiere zum einsatz gekommen sind oder nicht....
clemens am 30.04.2008 16:31
@ clemens: Davon stand leider nichts in dem Originaltext...

Ja, die Konzerne müssen ihre Kosten ja auch irgendwie reinkriegen, das muss man wohl so annehmen. Natürlich ist das nicht gut, wenn es einen Impfstoff gibt und er dann in Afrika nicht zum Einsatz kommt, weil er denen einfach zu teuer ist. Allerdings scheint es auch wohl schwierig zu sein private Spender für die Entwicklung zu finden, so dass der Impfstoff später zum Selbstkostenpreis angeboten werden kann...

Man kann wohl nur hoffen, dass genug Leute spenden, so dass Hilfsorganisationen ihren "Schützlingen" mit dem Impfstoff helfen können.
Lisa am 01.05.2008 19:55
ja, das mit dem spenden fände ich auch eine super idee oder wenn dieser uimpfstoff von einem konzernunabhängigen pharmaproduzenten produziert würde (was es meines wissens nach leider nicht gibt, mit ausnahme einiger naturheilmittel)
clemens am 02.05.2008 01:07
oder aber wir machens anders: Die Pharmakonzerne können ihre Produkte bei uns konkurrenzfrei verkaufen, wodurch die Dinger schweineteuer sind (was ja auch momentan so ziemlich der Fall ist) und verkaufen ihr Patentrecht an eine indische/afrikanische Firma. Diese zahlt dann einen teil vom Gewinn an die Firma, die geforscht hat, kann dafür aber weitgehend selbst produzieren und eigene günstigere preise festlegen, die auch bezahlbar für ärmere Menschen sind. Dafür dürfen diese Firmen ihre produkte nicht auf die euopäischen markt bringen. Denn was bringt den Pharmakonzernen eine nicht zahlungsfähige Nachfrage in den Entwicklungsländern? Die preise, die sie verlangen, können sich eh nur die Industrienationen oder die obershcicht der entwicklungsländer leisten. Solange es das Patentrecht in dieser Form gibt, werden die Konzerne nur so viel produzieren wie sie absetzen können und glüchzeitig noch hohe Preise verlangen können aufgrund der Monopolstellung. Wenn ein Patentrecht abgeschafft werden würde oder stark abgeändert werden würde, dann würden neue Arebitsplätze in den Entwicklungsstaaten geschaffen werden, die in der Lage sind relativ kostengünstig Medikamente für ihre eigene arme Bevölkerung zu produzieren. Dann würden sie einen kleinen betrag zahlen an das "Mutterunternehmen" welches das produkt erforscht hat, die Konzerne in den reichen ländern würden verdienen an leuten, an denen sie sonst nix verdienen könnten und was noch vuiel wichtiger ist, Bedürftige würden medikamente bekommen und gleichzeitig würde die Industrie dort gestärkt werden.
Karsten am 02.05.2008 12:06
Naja, so einfach ist das leider nicht. Mag in der Theorie wieder funktionieren, aber in der Praxis würden so teure Medikamente zu Problemen bei den Krankenkassen führen und viele umfassende Folgen mit sich bringen.

Wenn man Medikamente in einem Land günstig verkauft, die in der ersten Welt jedoch einen hohen Preis erzielen würden, gäbe es sehr viele illegale Importe (Schmuggel) in diese Länder. Wenn eine Mutter in Afrika and AIDS leidet und kein Geld hat ihre Kinder nächste Woche mit genug Essen zu versorgen, wird sie sich zum Beispiel überlegen ob sie den Impfstoff den sie in ihren Händen hält nicht lieber verkauft um ihren Kindern somit zu helfen...

Oder wenn erst einmal Impfstoff illegalerweise nach Europe importiert wird, gibt es auch einen Markt dafür. Dann könnten auch kriminelle Leute einen Schein-Impfstoff entwickeln und diesen für viel Geld nach Europa verkaufen. Die armen Leute hier können sich dann zwar impfen lassen, hiflt aber nichts...
Lisa am 02.05.2008 13:52
naja, das Problem der Billigimporte bei medikamenten besteht ja soweiso schon (bsp China). Da gibts ja auch ganz zufriedend stellende Lösungen, was die Unterbindung des Schmuggels angeht. Medikamente sind bei uns auch jetzt schon überteuert, weil sie hier eine Art Monopolstellung haben, teurer können sie also nichtmehr werden. Der Unterschied würde nur darin liegen, dass andere Unternehmen legal Produkte nachmachen dürften und diese auf den Märkten verkaufen, wo ohnehin keine (für europäische verhälnisse) zahlungsfähige nachfrage besteht, sprich an die ärmsten Länder der Welt. Letzten Endes sind wir dann die Gelackmeierten, weil wir von den günstigeren Medikamenten keinen Nutzen haben würden und weiterhin viel Geld bezahlen müssen, aber das ist ja keine Veränderung zum Normalzustand jetzt. Es stellt sich die Frage der Moral. Darf es sein, dass ein Medikament nur deswegen nicht zu günstigen Preisen produziert wird, weil ein großer reicher Pharmakonzern ein Patentrecht und somit eine Monopolstellung hat, obwohl tagtäglich Menschen damit geholfen werden könnte? nein. eig nicht. Da sieht man das wahre Gesicht, Profite sind leider wichtiger als Menschenleben.
Karsten am 02.05.2008 17:07
Die moralische Frage ist auf jeden Fall berechtigt, aber die Pharmakonzerne werden entgegnen, dass ohne deren Investition und Forschung das Medikament noch gar nicht bestehen würde und somit niemanden geholfen werden könne.

Schmuggel wird man wohl nie ganz unterbinden können und so gewaltige Preisunterschiede in verschiedenen Ländern geben Kriminellen halt einen riesigen Anreiz.

Jedes Produkt kann noch teurer werden, egal was es jetzt kostet. Der Handel mit menschlichen Organen ist eigentlich auch verboten, somit kosten Spenderorgane nichts... trotzdem besteht ein riesiger Schwarzmarkt.
Lisa am 02.05.2008 17:45
Klar, Forschung ist teuer, isofern kann man die Konzerne verstehen, aber deshalb Produkte nur an Reiche zu verkaufen (wie es der Fall ist) ist moralisch nicht vertretbar. Daher wäre die Aufteilung der reichen und armen Märkte eig. schon eine ganz plausible Lösung. Patentrechte und zu hohe Preise machen es unmöglich zahlungsschwächere Nachfrage zu befriedigen. Sogar als gegner der freien Marktwirtschaft, vermisse ich diese in diesem fall. Diese würde dafür sorgen, dass mehr und günstigere medikamente erzeugt würden, aber imme rdann, wenn die freie Marktwirtschaft sogar auch den Konzernen gefährlich werden würde, wird sie wieder eingeschränkt, um gewinne zu sichern, mittels Patentrechten. Das ist schon echt sehr mies und in keiner Weise nachvollziehbar. Vllt sollte man solche Industriezweige vergemeinschaften, damit eben nicht bei solchen notwendigen Sachen die Gewinne wichtiger sind, als das Wohl der Menschen. Und Grünenthal soll endlich mal dicke Renten auszahlen für die Contagan-Geschädigten
Karsten am 02.05.2008 18:03
"Um brutal ehrlich mit uns selbst zu sein, müssen wir der Möglichkeit ins Auge sehen, dass wir niemals einen Impfstoff gegen HIV finden könnten" sagte kürzlich der Direktor des US-Instituts für Infektionskrankheiten.

In den USA forschten zwei verschiedene Pharmaunternehmen an einen Impfstoff gegen HIV, doch beide wurden jetzt abgebrochen.

http://www.n-tv.d...
HIVImpfstofftest_abgebrochen/010820085613/1002822.html
Lisa am 19.08.2008 14:12
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