29.04.2008 - Kindergärten und der Kampf mit den Religionen

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"Wenn ich Wurst esse, komme ich in die Hölle" so die Antwort eines Kindes auf die Nachfrage seiner Mutter, warum es kein Wurstbrot mehr essen wolle. Später stellte sich heraus, dass das Kind von muslimischen Spielkameraden aus dem Kindergarten erfahren hatte, dass es eine Sünde sei.

Eine Umfrage hat schon einmal verdeutlicht, dass Kindergärten in Sachen religiöse Erziehung noch einiges nachzuholen haben. Sie wird nur in einem Bruchteil von Kitas überhaupt praktiziert und oft gehe man Problemen einfach aus dem Weg.

Anstatt den Kindern die Feste der jeweils anderen Religionen, wie zum Beispiel Ostern, zu erklären, verzichten die Erzieher oft auf religiöse Anspielungen und veranstalten lieber neutrale "Frühlingsfeste". Es sieht wohl so aus, als ob hier noch viel Arbeit getan werden müsse.


Autor:
Lisa

Quelle:
www.hnp-online.de



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Kommentare
Ich finde auch, dass gerad eim Kindergarten eine ideal Chance besteht um die Kinder mit den verschiedenen Religionen bekannt zu machen, da Kinder zu dem Alter meist noch relativ uneingenommen sind.
Michael am 29.04.2008 22:30
stimmt, wäre schon gut, wenn man über sowas reden würde und die unterschiede erkennen könnte unsd andere feste, ist auch sicher interessanter auf ostereiersuche zu gehen als irgendso ein komischesd frühlingsfest zu veranstalten. und außerdem sollte den muzslimischen kindern mal einer sagen, dass sie ohne weiteres wurstbrot essen können und dass die deswegen auch nicht in die hölle kommen werden, wenn sie das tun. am besten erklärt man ihnen, dass kevin und jaqueline auch wurstbrot essen und immer noch nicht in satans kücjhe gelandet sind, dann erfüllt das vielleicht noch eher seinen zweck.
clemens am 30.04.2008 01:13
ich denke, das problem sind dann vllt. die Eltern, die nicht wollen, dass ihre Kinder mit anderen Religionen in Berührung kommen. Die Muslime sind vllt zu strenggläubig z.T. (könnt ich mir vorstellen) und die eine oder andere "Christenmama/papa" glaubt vllt das das Kind nacher zum Selbstmordattentäter konvertiert (um das etwas zugespitzt zu formulieren), insofern wäre die neutrale Lösung eine für alle akezptable Lösung. Vorallem stell ich mir die Frage, ob es dann nicht Konflikte gäbe, wer fest an etwas glaubt, und das vom Elternhaus so vorgekaut bekommt, der ist vllt nicht bereit Kompromisse einzugehen und kann vllt kein Verständnis die anderen Glaubensrichtungen aufbringen. so nach dem Motto:,, Aber Mama hat gesagt dass...." ,,Mein papa hat aber was anderes gesagt..." usw. Das Problem sind wohl eher die Eltern als die Kinder.
Karsten am 30.04.2008 11:37
Dann müssen die Erzieher im Kindergarten eben klar ausdrücken, dass alle Religionen gleich viel wert sind und dass jeder halt an das glauben kann was er will. Nur wenn man das versteht kann man auch "wenn man groß ist" andere Religionen verstehen und akzeptieren...

Und wenn es da mal zu kleinen Streitereien kommt ist das denk ich auch nicht so schlimm. Im Kindergarten sollte man das nicht so ernst nehmen, da finden die Jungs die Mädels auch noch blöd... und umgekehrt natürlich.
Lisa am 30.04.2008 13:00
am besten wäre es für die Kinder frei von Glauben aufzuwachsen. Ersparen sie sich viel Ärger.
Karsten am 01.05.2008 16:45
Dann gibt es aber wahrscheinlich Probleme für die Kinder es zu akzeptieren, dass andere Menschen zum beispiel einfach an etwas glauben... das kennen sie dann ja gar nicht.

Und auch wenn es vielleicht möglich wäre Kindergarten und Schulen religionsneutral zu gestalten, wird man ja immer noch von seinen Eltern beeinflusst.
Lisa am 01.05.2008 19:56
stimmt, am optimalsten wäre es, wenn sie ganz ohne religion aufwachsen würden und damit meine ich sowohl schule/kindergarten als auch das elternhaus.
clemens am 02.05.2008 01:04
die Kinder sollten halt lernen, dass es auch religionsfreie Gebiete gibt, weil es nicht eine wahre religion geben kann.
Die Beeinflussung im Elternhaus lässt sich nicht abstellen, man kann nur versuchen den Kindern in Kindergärten Tolleranz im Umgang mit anderen religionen zu lehren.
Solange das Verständnis für transzendentes Denken fehlt, ist ja alles in ordnung, mir fehlt dieses Verständnis völlig. Wichtig ist halt, dass atheistisch aufwachsende Kinder theistische Kinder tollerieren und andersrum. Das man den Kindern vermitteln, Religion könnt ihr zuhause leben aber hier im Kindergarten steht das Gründsätzliche im Vordergrund, das soziale Miteinandern, Wertevermittlung auf religionsneutraler Basis. Ich finde, das kennenlernen anderer Religionen sollte dann in der Grundschule gefördert werden im Religionsunterricht, wir haben früher weitgehend mit der Bibel gearbeitet, das war zum einschlafen.
Karsten am 02.05.2008 11:51
mh. ja stimmt, sinnvoll ist es wohl die kleinen früh daran zu führen. würde vielleicht eben auch die toleranz steigern.

allerdings die neutralen feste find ich gar net übel... ist eben son kompromiss zwischen den ganzen kulturen & religionen.

ich fand eigentlich in reli auch immer interessanter wenn es mal um hinduismus oder judentum oder so ging statt imer nur um die bibel mal wieder ^^
kayso am 07.05.2008 17:12
Sieht bei mir genau so aus. Allerdings glaube ich, dass diese neutralen Feste eher entstehen, weil viel Erzieher an das Thema Religion nicht wirklich rantrauen und sich somit ganz gut aus der Affaire ziehen.

Sie könnten ja trotzdem an den verschiedenen religiösen Feiertagen die Kinder im Stuhlkreis berichten lassen wie sie zu Hause diese Tage feiern. Ist bestimmt interessant für die Kleinen und sie würden zumindest lernen, dass es verschiedene Religionen gibt.
Lisa am 08.05.2008 22:30
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