18.04.2008 - Was ist in Simbabwe los?
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Heute vor genau 28 Jahren wurde Simbabwe vom Kolonialismus befreit, doch gefeiert werden wird heute wohl nicht. Maßgeblich an der damaligen Befreiung beteiligt war der heute 84-jährige Robert Mugabe, der seither auch "Simbabwes Vater der Unabhängigkeit" genannt wird und das Land seit 1980 führt.
Doch vor etwas mehr als zwei Wochen verlor Mugabe die Wahlen und müsste nun eigentlich seinem Nachfolger Platz machen. Doch daran denkt er gar nicht und ignoriert einfach seine Niederlage. Seitdem ist in Simbabwe, so könnte man es nennen, die Hölle los.
Die Inflation von mittlerweile 165.000 Prozent lässt das Volk hungern, was zu vielen gewalttätigen Auseinandersetzungen führt. 200 Verletzte und sogar 4 Tote gab es in den letzten drei Tagen.
Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai sprach sich jetzt zum ersten Mal für eine strafrechtliche Verfolgung des Mugabe-Regimes aus. Im Gegenzug wirft ihm die Noch-Regierung nun das fünfte Mal Hochverrat vor.
Interessant ist auch die Position Chinas in diesem Konflikt, das weiterhin Waffen nach Simbabwe exportiert. In der südafrikanischen Stadt Durban wurde kürzlich ein Frachter mit 70 Tonnen Waffen für Simbabwe entdeckt, was natürlich nicht gerade den Frieden fördert.
Autor:
Lisa
Quelle:
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