14.04.2008 - Politik beim Einkauf
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Laut dem Marktforschungsunternehmen Oxfam, welches eine Studie des Bananen- und Ananasmarktes durchgeführt hat, wirft nun ein schlechtes Licht auf deutsche Supermärkte. Diese würden aufgrund ihrer Marktmacht dafür sorgen, dass viele Südfrüchte unter menschenunwürdigen Bedingungen angebaut werden.
Zum Beispiel seien Arbeitstage von 12 Stunden auf Ananasplantagen in Costa Rica keine Seltenheit und der Stundenlohn liege nu bei ca 72 Cent. Des weiteren seien viele Arbeiter schädlichen Pestiziden ausgesetzt, die in Deutschland schon längst auf der Schwarzen Liste stehen. Darüber hinaus bemängelte Oxfam die Kinderarbeit, die in vielen Entwicklungsländern immer noch an der Tagesordnung ist, schlechter bezahlt wird und somit besser den Preisvorstellungen deutscher Supermarkt-Einkäufer entspreche.
Oxfam empfiehlt den deutschen Verbrauchern nun vermehrt auf das Bio- oder das Fair Trade-Siegel zu achten. Dies garantiere, dass die Früchte zu fairen Bedingungen eingekauft und umweltverträglich hergestellt werden.
"Jeder kann dazu beitragen, die Situation zu verbessern, indem er Politik mit dem Einkaufskorb betreibt", erklärt Oxfam-Handelsexpertin Marita Wiggerthale.
Autor:
Lisa
Quelle:
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