05.04.2008 - Besser riechen bei Gefahr
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In der Northwestern University in Chicago fanden kürzlich Untersuchungenüber den Einfluss von Gefahr auf den menschlichen Geruchssinn statt . 12 Probanden wurden von Wen Li und seinen Kollegen in einem Experiment 2 Düfte zum Schnuppern vorgeführt, einmal unter „normalen“ Umständen und einmal während man ihnen Elektroschocks verabreichte.
Die Düfte waren sich sehr ähnlich und konnten im Normalzustand nicht unterschieden werden. Schon nach wenigen Elektroschocks jedoch waren die Versuchspersonen fähig die Düfte auseinander zu halten (mit einer Trefferquote von 70%).
Es ließen sich auch Veränderungen der Aktivitäten in den für Gerüche zuständigen Hirnregionen feststellen. Es wird dadurch angenommen, dass schlechte Erfahrungen schon im Vorhinein die sinnliche Wahrnehmung steigern können. Somit wäre es möglich, dass Menschen Gefahren quasi im Voraus riechen könnten. Evolutionär gesehen eine wichtige Sinneswahrnehmung – man denke an Duftunterscheidung von Löwe und Reh etc.
Wen Li und seine Kollegen halten den Geruchssinn für einen recht unterschätzten Sinn des Menschen: "Der menschliche Geruchssinn hat ein viel größeres Leistungsvermögen, als man für gewöhnlich meint."
Autor:
kayso
Quelle:
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