30.03.2008 - Österreich: „Betteln verboten“

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In Wien wurde nun ein neues Gesetzt beschlossen, nach welchem es Kindern in Zukunft verboten ist zu betteln. Dies geschah durch die Stimmen der konservativen ÖVP, der sozialdemokratischen SPÖ und der rechtsnationalen FPÖ. Das Gesetzt soll im Juni in Kraft treten, wenige Tage vor Beginn der Fußball-Europameisterschaften in Österreich.

Als Begründung wurde gegeben, dass der Einsatz von Kindern als Mittel um Mitleid zu erzeugen in letzter Zeit stetig zugenommen habe. Allerdings wird die Entscheidung von den Grünen und von sozialen Organisationen mit Wut aufgenommen und mit dem Vorwurf kritisiert, dass die Stadt kurz vor der EM 2008 nur das „offensichtliche Elend“ aus der Stadt vertreiben wolle.

Ein Verstoß gegen das neue Gesetz soll zu einer Strafe von bis zu 700€ oder einer Woche Haft führen. Ein generelles Bettelverbot wird vom Bürgermeister zwar abgelehnt, jedoch ist auch organisiertes, aufdringliches und aggressives Betteln in der Hauptstadt Österreichs bereits verboten.


Autor:
kayso

Quelle:
www.zeit.de



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Kommentare
Ich weiß nicht ... aber so wild finde ich das gar nicht. Das Problem ist, meiner Meinung nach, nicht irgendwelche Leute die betteln, weil sie wirklich Geld brauchen ... vielmehr wird das ganze immer organisierter und es werden Verkrüppelungen teilweise sogar vorgetäuscht oder Kinder halt missbraucht für so etwas. Ob es mit so einem Gesetz wirklich besser wird, wage ich zu bezweifeln, aber wie soll man das anpacken?
Michael am 30.03.2008 17:22
ja, total krass. kollege hatte das mal... hat nem penner geld gegeben der auch "keine beine hatte".... ging ne halbe stunde später wieder da vorbei... und da packte der typ seine sachen und GING zu seinem AUTO.
das wird doch echt schon langsam übel. oder eben das wirklich absichtlich kinder auf ärmlich getrimt werden und die eltern dann mit denen durche gegend ziehen und auf mitleid machen....
in einigen ländern werden die touris ja richtig davor gewarnt.
da find ichs schon besser wenn leute irgendwie.... k.a. wenigstens was machen... straßenmusik oder so...
die kritik hier war wohl eher das es nur wegen dem guten eindruck nach außen gemacht wird... hm.
kayso am 30.03.2008 19:04
klar gibt es leute,l die siczh daraus profit verscjhaffen, indem sie angeblich so arm sind, abner dennoch ist es verkehrt, es zu verbieten, da diejenigen,l die wirklich bedürftig sind nicht einmal die gelegenheit haben zu betteln. dieses verbot sollte lieber nicht in kraft gesetzt werden und wenn eioner auf einen pseudo hereinfällt, dann soll er4 lernen, nicht jeden mist zu glauben...
clemens am 31.03.2008 01:07
naja... die eltern können ja noch betteln ;)

außerdem... woran willst du pseudos von echten unterscheiden?! meinsu die habend as nich drauf dass richtig AUSSEHEN zu lassen?!
kayso am 31.03.2008 03:23
Jep: "und wenn eioner auf einen pseudo hereinfällt, dann soll er4 lernen, nicht jeden mist zu glauben" .. wie soll das gehen? Wie willst du unterscheiden, rein vom Aussehen, wer echt arm ist und wer nicht ... ?
Michael am 31.03.2008 08:47
Das Betteln darf erst, wenn überhaupt, verboten werden, wenn sichergestellt wird, dass jeder Mensch ein einem Land genug Geld hat um "über die Runden" zu kommen.

Hier in Südafrika sieht man auch Kinder betteln. Zum Beispiel bei den Autos, die gerade vor ner roten Ampel stehen... gehen dann einfach durch die Autoreihen durch und halten ihre Hände offen. Aber in allen Touri-Infos und so steht zum Beispiel auch, dass man bettelnden Kindern nie Geld geben soll, weil viele von denen schon ne Art Sklaven von kriminellen Gangs sind. Alles Geld was die bekommen müssen die dann halt abgeben und bekommen selber nur minimal Essen von ihren Chefs.
Lisa am 31.03.2008 10:04
ja das schon nicht unrichtig... aber soweit ich weiß können Obdachlose sich doch auch wenn sie sich ausweisen jeden tag geld vonner stadt abholen?! zwar nur irgendwas um die 12€ warens glaub ich, aber naja... für einen tag.
Wobei mir letztens auch erzählt wurde das "gute" Bettler inner Großstadt oder so bis zu 200€ am tag machen können teils.
Das fand ich doch sehr unerwartet ^^
und etwas unvorstellbar... muss viell nochmalf ragen woher die Info kam.

aua. das mit den kids in südafrika sind ja auch harte Zustände... ^^ vielleicht sollte man denen 'N Apfel inne Hand drücken :)
kayso am 31.03.2008 14:31
das manche Bettler richtig Kohle machen stimmt wohl, aber dazu musst du echt gut sein. Hab mal Straßenmusikanten kennengelernt, die haben an einem nachmittag (so 3 stunden) um die 50 Euro verdient.
12 Euro?..Das kann wohl hinkommen, dachte immer 15.
Karsten am 31.03.2008 21:49
viell ist das auch stadtabhängig?!
aber ich mein, wennu ma 'n tag kein bock auf betteln hast... 12€ reichen zumindest für wat zu essen un so ^^
kayso am 31.03.2008 22:33
auf jeden Fall, zum nahrungsmittelbeschaffen reichts vollkommen aus, das wars dann dann aber auch
Karsten am 31.03.2008 22:34
Nahrungsmittel fürs so gar nichts machen finde ich schon ne gute Sache. Aber können die nicht aus Sozialhilfe bekommen? Oder sind das dann Leute, die sich illegal in Deutschland aufhalten oder diejenigen, die keinen 1-Euro-Job annehmen wollten?
Lisa am 01.04.2008 19:50
ich würde sagen, es ist teils -teils und weitere leute sind auch noch invalid oder waisenkinder
clemens am 02.04.2008 00:10
Aber haben die nicht dennoch die Möglichkeit Sozialhilfe zu bekommen? Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht wie es da aussieht.
Lisa am 02.04.2008 14:18
es gibt da abstufungen. Wer sog "qualifizierungsmaßnahmen" annimmt bekommt noch n kl. bisschen mehr Kohle. Sonst würds ja keiner machen.
Karsten am 02.04.2008 17:03
Wenn es die "qualifizierungsmaßnahmen" nich geben würde, würde keiner Sozialhilfe beantragen? Ich glaube schon, besser wenig Geld als gar keins, oder?
Michael am 02.04.2008 17:27
ähm, man bekommt ja auch Geld wenn man keine "Qualifizierungsmaßnahmen" macht, nur halt etwas weniger. Soweit ich weiß gibts da aber Abstufungen, 1-Euro-Jobber bekommen noch etwas mehr Kohle, als andere. Witzig find ich nur, das 1-Euro-Jobber nicht als arbeitslos gelten. Kommen also nicht in die Statistik. Das ganze hört sich dann gleich viel viel besser an. Wo sind denn all die Arbeitslosen plötzlich hin?
Karsten am 02.04.2008 18:45
Ja, da wird halt immer geschummelt in den Statistiken. Genau wie Leute, die an einer sogenannten "Bildungsmaßnahme" sprich Bewerbungstraining oder Computerkurse teilnehmen auch nicht in der Arbetislosenstatistik erfasst werden.

Aber was genau sind denn bitte diese Qualifikationsmaßnahmen?
Lisa am 04.04.2008 14:16
Qualifizierungsmaßnahmen sind die "richtige" Bezeichnung für 1-Euro-Jobs. Die übliche Bezeichnung ist nur Umgangssprache.
Karsten am 04.04.2008 19:15
ja, qualifizierungsmaßnahmen, das wort hab ich auch schon mal gelesen und dort stand bei irgendsoeiner arbeitslosenstatitik, dass die rate XY% beträgt und mit den leuten, die in einer qualifizierungsmaßnahme (die in der stattistik offiziell nicht erfasst wären) so und so viel betragen würde. frag mich auch, wieso die als arbeitslos gelten und nicht in der statistik erfasst werrden. aber der name ein euro job sagt ja schon alles. aber computerkurse sind was ganz normales, viele erwachsenen, die noch kein info in der schule hatten haben das gemacht, meine mutter unter anderem auch. das ist kein ein eurojob, soviel ich weiß, oder sind computerkurse einer sogenannten bildungsmaßnahme wieder etwas anderes?
clemens am 05.04.2008 00:18
stellt sich die Frage inwiefern 1-Euro-Jobber "qualifiziert" werden, durch diese Arbeit. Klar, einige lernen so wieder was es heißt einen geregelten tagesablauf zu durchleben, aber bei 1-Euro-Jobs handelt es sich doch eher um Arbeiten die eine reine Beschäftigung darstellen, die Leute jedoch nicht auf ein zukünftiges Berufsleben vorbereiten, da ein richtiger Job als 1-Euro-Job anderen den Job wegnehmen würde.
Karsten am 05.04.2008 13:45
achso und das sind keine kurse oder sowas, eherr kleinbeschäftigungen, oder?
clemens am 05.04.2008 18:31
also, ähm, bei uns werden sog. Ein-Euro-Jobs als Qualifizierungsmaßnahmen bezeichnet, ich weiß nicht in wiefern die teilnahme an Fortbildungskursen auch dazu zählt, darüber hab ich bisher nix gehört. Könnt ich mir aber auch vorstellen. Ich find halt die Bezeichnung sehr unpassend, weils mit Qualifizierung nix am Hut hat undd as ganze schöner klingen lässt als die realität aussieht.
Karsten am 05.04.2008 19:26
Ja auf jeden Fall. Wenn die Arbeitslosenzahlen unschön sind, dann sollte man die trotzdem so veröffentlichen.

Aber jede Partei die an die Macht kommt ändert irgendwie die Bestimmungen für Statistiken, damit die Arbeitslosenquote auf dem Paper kleiner aussieht als sie eigentlich ist.

Naja, aber auf jeden Fall schön zu wissen, dass auch von unseren Obdachlosen in Deutschland niemand verhungern muss. Ich wusste bisher nicht, dass die diese EUR 12,00 oder was es war pro Tag bekommen können.
Lisa am 07.04.2008 10:17
ja wusst ich auch net bis 'n kollege in dem bereich zu arbeiten anfing und das erzählte.fand ich nämlich ziemlich lässig dann...
kayso am 07.04.2008 10:48
nene. hungern muss hier keiner, das wärs auch noch. Afrikanische Verhältnisse. Das kommt vllt noch. Wer weßi, was uns die Globalisierung noch so beschert.
Karsten am 07.04.2008 13:02
nja.... ich stell mir grad vorher wie in afrika son armes halb verhungertes blag rumheult weil ihm zu warm is... und die mama dann so sagt "sei ruhig und freu dich über die wärme, in deutschland erfrieren se".... ^^
sry... aber kam mir grad weil ich dran denken musste das einige penner auch diese gefahr übermannt. ;)
aber gibts nich auch so umsonst schlafen einrichtungen?!
kayso am 07.04.2008 15:45
in deutschland schätz ich schon, normaler weise auf jeden fall. aber es gibt da auch sicher leute, die wirklich im freien pennen. In Frankreich hab ich mal gehört erfrieren viele in Paris im Winter. Betrinken sich, schlafen dann und wachen nich mehr auf. Könnt ich mir auch wohl vorstellen.
Karsten am 07.04.2008 17:40
Das könnte aber auch gut passieren, weil die einfach nur zu voll sind und es nicht mehr in die Unterkünfte schaffen. Oder weil ihnen in dem Moment so warm ist, dass sie gar nicht versuchen dahin zu kommen.
Lisa am 07.04.2008 19:49
aber in Paris sieht die Lage glaub ich etwas anders aus. Das ist nicht zu vergleichen mit unseren relativ kleinen Großstädten. Ich glaub, dort hat wirklich nicht jeder ne Unterkunft. Ob das bei uns immer der Fall ist, ist auch fraglich. Naja, es stellt sich ja eig. eher die Frage, ob die leute keine ebkommen können, oder eine solche nur nicht in Anspruch nehmen oder beantragen.
Karsten am 07.04.2008 22:41
Und genau wissen wir ja eben nicht...
Lisa am 08.04.2008 17:29
uhh schwierig. es sollte für alle menschen die möglichkeit geben lebensmittel und einen schlafplatz zu bekommen
Ireena am 09.04.2008 15:02
in Deutschland sollte es zumindest verwirklicht sein, ich glaub nich dass Menschen hier hungern MÜSSEN. Das es Obdachlose gibt ist wohl wahr, denke ich. Meine Mutter, die ehrenamtlich Frauengymnastik veranstaltet, hat mal erzählt, von einer Obdachlosen, die in der Turnhalle geschlafen hat, oder dies zumindest ernsthaft vorhatte. Die wird dann wohl keinen Schlafplatz gehabt haben. Von sowas hört man häufiger. Das Recht auf eine Wohnung hat niemand. Es gibt in den größeren Städten so Herrenhäuser, wo sie untergebracht werden können. Insofern sollte es so sein, dass niemand unter freiem Himmel schlafen muss.
aber eine Welt, in der niemand hungern muss und jeder ein Dach über dem Kopf hat, diese Welt ist utopisch und mit den uns gegeben Vorraussetzungen nicht realisierbar. Organisationen wie die WTO und die IWF fungieren immermehr als Instrumente der Stabilisierung von Sozialer Ungerechtigkeit und haben somit ihre Aufgabe völlig verfehlt. Die Präambeln ihrer gesetzesverträge, die kann man schön lesen, klingen wirklich super, aber das ist nur Geschwafel, Papier ist geduldig und die Realität spricht eine andere Sprache, die des Geldes. ISt ja auch irgendwo klar, die Vertreter der Länder haben ihre Regierung im Hinterkopf, die wiederrum muss auf die Wählergunst achten, und die leute sind nur glücklich, wenn sie Arbeit haben und ein Einkommen, weshalb folgende Losung zu Stande kommt: Was gut für die Unternehmen ist, ist auch gut fürs Volk, ist auch gut für die Wählergunst, ist auch gut für die nächsten Wahlen. Also: Nationale Interessen und vorallem die der Wirtschaftsverbände stehen im Vordergrund und im totalen gegensatz zu moralischen Zielen, wie einer Neuen Weltwirtschaftsordnung, wie sie in den 70er Jahren als Ziel der Weltbank formuliert worden ist. Als ob die jemals auch nur ne Sekunde daran geglaubt hätten...
Karsten am 09.04.2008 17:28
"Organisationen wie die WTO und die IWF fungieren immermehr als Instrumente der Stabilisierung von Sozialer Ungerechtigkeit und haben somit ihre Aufgabe völlig verfehlt."

Wie kommst du darauf? Die WTO und der IWF sind doch unabhängig von der Politik
Lisa am 09.04.2008 18:17
nein, die, die die länder dort vertreten, werden von den regierungen geschickt, sind also schon sehr abhängig von der Politik und der Wirtschaft. Der höchste Rat ist der Ministerrat, der WTO, der aus den Wirtschaftsministern besteht, genauso wie das zweithöchste gremium, der Allgemeine rat, der sich aus den Botschaftern zusammensetzt. Also unabhängig ist dort wirklich niemand. Und das witzigste: Schön Agrarzölle schaffen und sich dann aufregen, wenn die, die nur Agrarwirtschaft haben und denen dadurch die Möglichkeit genommen wird ihren absoluten Kostenvorteil auszunutzen und hier ihre produkte abzusetzen, es nicht zulassen wollen, tarifäre Handelhemmnisse abzubauen. Das ist der reinste betrug. Bei der IWF ist es übrigenst so, das Deutschland das mehr als das doppelte Stimmgewicht hat als der gesamte Afrikanische Kontinent. Diese Organisationen sind Kasperle-Theaters! Scheinheiliger gehts fast nicht.
Karsten am 09.04.2008 19:23
Die Repräsentanten präsentieren aber keine Parteien...
Lisa am 09.04.2008 21:43
nein? und die regierung besteht nicht aus Parteien? Jeder Minister gehört einer Partei an, aber das ist ja nicht das schlimme, die sollen ja ruhig einer Partei angehören, die WTO ist natürlich politisch, ingewisserweise auch parteipolitisch. Spielt aber keine Rolle. Mir gehts ja auch gar nicht ums parteipolitische in diesem Fall. Mir geht es darum, dass diese Organisationen nur nach außen hin Interesse bekunden Probleme zu lösen, aber in Wirklichkeit an Interessenverbände sprich Lobbyisten und Regierungen (nationale Interessen)gebunden sind, ob sie es nun wollen oder nicht (und wenn man von denen bezahlt wird, dann will man auch). Deshalb ist es unmöglich oder nur sehr schwierig Kompromisse zu finden, was der Abbruch zahlreicher Konferenzen als Folge des Nord-Süd-Konfliktes, beweist. Wenn die menschen wüssten, was dort hinter verschlossen Türen passiert, dann wüssten sie auch, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass "soetwas" jemals für Verbesserungen sorgt. Ich setz mich damit intensivst auseinander, kritikpunkte sind nicht etwas meinem politischen geist entsprungen (wenns auch passen würde) sondern allgemein vorgeworfene Kritikpunkte, die tatsachen entsprechen. Was wir brauchen, sind Mindeststandarts, die erfüllt werden müssen, wenn Investoren in 3.Weltstaaten produzieren und diese Produkte dann hier verkaufen. Das prinzip der WTO/IWF ist ja kein schlechtes, aber das was bei rumkommt ist wirklich zum kotzen.
Karsten am 09.04.2008 21:56
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