28.03.2008 - Umstrittene Trickfilmzensur
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Im Libanon sorgte nun ein Zeichentrickfilm für Aufruhr. In dem Film "Persepolis" von Marjane Satrapi & Vincent Paronnaud wird die Kindheit und Jugend von Satrapi erzählt. Kritisch wird sich mit den Zuständen um 1979 auseinander gesetzt: Politisches Engagement wurde nicht geduldet und hart bestraft, Frauen mussten Kopftücher tragen und auch selbstständiges Denken war unerwünscht.
So begeistert der Westen auf diesen Film reagierte, im Libanon ist die Lage ganz anders. Dort ist der Film in unzensierter Form nun verboten, da er als anti-iranisch und islamfeindlich eingestuft wird. Allerdings geschieht dieses Verbot nicht in trauter Einigkeit. Das Land teilt sich in pro-westliche und pro-syrische Bewegungen mit verschiedenen Meinungen zu diesem Thema.
So pocht zum Beispiel der pro-westlich eingestellte Kulturminister Tarik Mitri selbst auf die Meinungsfreiheit und legt Einspruch ein gegen das Verbot des Filmes.
Als starker Befürworter gilt hingegen der pro-syrische Wafik Dschissini, der Chef des Sicherheitsdienstes. Seiner Meinung nach werde im Film ein schlechteres Bild des Irans geschaffen, als es den tatsächlichen Zuständen damals entspricht.
Autor:
kayso
Quelle:
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