18.03.2008 - "Schlechtestes Praktikum des Jahres"

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"fairwork" ist eine Interessenvertretung für Hochschulabsolventen, die kürzlich den "Preis" für die größte Abzocke des Jahres vergab. Sieger war das Deutsche Historische Museum (DHM), welches einer 29-jährigen Hochschul-Absolventin eine Praktikumsstelle anbot, deren Bedingungen mehr als ungewöhnlich waren.

Der Vertrag sah vor, dass die angehende Praktikantin sechs Monate unentgeltlich für das DHM arbeiten sollte, was nicht ungewöhnlich sei, da sich der Name des DHM im Lebenslauf schließlich gut lese. Jedoch sollte die Praktikantin weder Urlaubsanspruch haben, noch wurde ihr die Möglichkeit auf eine spätere Anstellung in Aussicht gestellt. Krankengeld und Unfallfürsorge wären ebenfalls ausgeschlossen. Zudem sollten alle Rechte an den Arbeiten, die während des Praktikums geschaffen würden an das DHM abtreten werden.

Man beachte außerdem, dass das Museum mit Bundesmitteln finanziert wird.


Autor:
Lisa

Quelle:
www.faz.net



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Kommentare
Ein deutliches beispiel für einen schlechten Trend in der Bildungslandschaft...
Wer heutzutage eine Gisteswissenschaft Studiert hat es nicht leicht, da diese Bildung der Wirtschaft nicht viel bringt und dieser oft auch kritisch gegenübersteht.
Timo am 18.03.2008 21:40
wie Recht du hast Timo. Gute Ansicht! So is es!
Schweinerei! Der Mensch ist eben nur zweitrangig.
Karsten am 19.03.2008 18:00
nicht nur in geisteswissenschaften ist das so, selbst bwler oder leute aus dem technischen sektor sausen nach dem studium nur mehr von enem praktikum zum nächsten und das meist6 ohne bezalung, vielen überstunden und ohne urlaub. eine harte welt ist das, selbst ein handwrker, der dort irgemndwas repariert würde dort mehr verdienen als diese eine praktikantin. da fragt man sich nur noch, wioeso man dann überhaupt noch studiert, wenn dabei nichts aneres dabei rausschaut als solche unnützen praktika.
clemens am 20.03.2008 22:47
Ein Problem ist denke ich, dass sich die Schüler bei der Berufswahl darauf konzentrieren um jeden Preis ein Studium zu absolvieren und man dann hinterher einfach zu viele Bachlors oder Masters hat und zu wenige Jobs hierfür.

Und ein Praktikum nach dem Studium finde ich gar nicht schlecht. Das Studium in Deutschland ist meistens ja eher teoretisch gehalten und dann muss man eben etwas Praxis sammeln bevor man richtig ins Berufsleben starten kann.

Wie Bedingungen von der News fand ich allerdings die Härte und mehr als ein unbezahltes Praktikum sollte man auch nicht machen. Dann ist nämlich irgendwas falsch mit der Arbeitswelt oder den eigenen Qualifikationen.
Lisa am 21.03.2008 20:00
Nur mal nen Beispiel:

http://www.rp-onl...
Lisa am 21.03.2008 20:21
Klar is das krass ... kein Zweifel ... im Allgemeinen kann ich der Diskussion aber nicht so ganz zustimmen:

"da fragt man sich nur noch, wioeso man dann überhaupt noch studiert, wenn dabei nichts aneres dabei rausschaut als solche unnützen praktika" ... wenn ein Ziel des Studiums ist, dass man gut verdient sollte man schon danach gucken, was man studiert. Und dann sollte man schon etwas nehmen, was auch bezahlt wird, weil es für andere Menschen sinnvoll / nützlich erscheint.

Und zu sagen, dass jeder studieren sollte, was für ihn gut ist, isr ja klasse ... aber wenn jeder was studiert, was im Endeffekt überhaupt nicht gefragt ist wird schwierig.

Studium sollte eh nur als eine andere Form der Ausbildung gesehen werden und nicht mehr. Für viele Leute ist eine normale Ausbildung wesentlich sinnvoller als ein Studium.
Michael am 21.03.2008 22:57
stimmt, ich finde auch, dass es darauf ankommt, was man nun studiert, aber was für denn einen nützlich ist, das ist für den anderen wieder weniger sonnvoll, außerdem sind praktika meistens nicht so sehr der bringer
clemens am 22.03.2008 03:13
Fächer wie Philisophie, Theologie, Geschichte, Sozialwissenschaften und Politikwissenschaften z.B. sind nunmal Fächer, die zwar für den Menschen ansich unglaublich wichtig sind um gesellschaftsfähig zu werden, aber spielen in der Wirtschaft nur eine ganz geringe Rolle, weil sie keinen wirklichen Wert produzieren, zumindest keinen, hinter dem eine besonders große Nachfrage steckt. Es ist vielmehr eine ethische Frage. Soll der Mensch sich ganz an der Wirtschaft orientieren, das machen, was gefragt und geldbringend ist, auch dann, wenn keine Identifikation mit dem Beruf besteht und man seine Arbeitskraft nur deswegen verkauft, weil man überleben muss, also die Entfremdung des Menschen von seiner Gattung? Oder ist es klug, auch Berufe und Tätigkeiten zu fördern, die für die menschliche Entwicklung (sowohl beim Individuum als auch für die gesammte Menschheit) besonders wichtig sind, aber die wirtschaftlich unbedeutend sind, wodurch natürlich Subventionen nötig wären, was wiederrum ein Wirtschaftshemmnis darstellen kann, da dieses Geld dann nicht materiell gewinnbringend angelegt wird? Ich fänds schrecklich, wenn sich Schulen und Unis zukünftig noch stärker als bisher an den Wirtschaftswünschen orientieren.
Karsten am 22.03.2008 11:58
Es gibt ja teilweise auch öffentliche Ämter die von diesen Leuten besetzt werden. Oder halt Kirchen etc. Dass die Fächer für die Gesellschaft wichtig sind, steht ausser Frage, nur gibt es Probleme (wie bei allen anderen Richtungen auch), wenn zuviele diese Fächer belegen. Das ist ganz normal ...
Michael am 22.03.2008 17:13
stimmt, öffentliche Ämter...auf lehramt das ganze machen, oder als Professor an der Uni arbeiten..oder Bücher schreiben und Erfolg damit haben. Das is halt schade. man muss schauen, wie man seine Interessen, auch wenn sie wirtschaftlich nicht gefragt sind, trotzdem mit dem beruf unter einen Hut bekommt.Aber so ein bisschen paradox is das ganze schon. Jemand der sich das Ziel seines Lebens gesteckt hat möglichst viel Energie in den Schutz unserer Umwelt zu stecken, und sowas auch berufslich machen will, der bekommt damit seine Schwierigkeiten. Umweltschützer oder Umweltschutz gibts viel viel zu wenig auf der Welt, wird dringend benötigt. Trotzdem ist es nicht einfach, denn Umweltschutz kostet eher geld als das es geld bringt, weshalb es oftmals anti-ökonomisch ist (ein grund warum FDP und grüne bisher nicht sogut miteinander auskamen) und das lässt viele ökologisch denkende Menschen keine andere Wahl, als einen völlig anderen Beruf zu wählen. Versteht ihr was ich meine? Philosophen braucht die Welt nur in begrenzter Anzahl, da is es nich schlimm wenn die nachfrage sich in Grenzen hält. Aber bei solchen Sachen wie Umweltschutz verhält sich das anders, das wird dringend benötigt, aber wenige haben privat daran interesse (--> Keine zahlende Nachfrage), nur die menschheit als ganzes sollte daran interesse haben und zahlen..bevor sie was anderes bezahlen muss..
Karsten am 22.03.2008 19:23
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