15.03.2008 - Selbstmorde unter US-Soldaten

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Die Selbstmordrate unter den amerikanischen Soldaten, die im Krieg für ihr Land gekämpft haben, ist momentan so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr. Viele der Heimkehrer kommen mit den Erlebnissen aus dem Irak nicht zurecht und sehen als Ausweg nur noch das Ende des eigenen Lebens.

Die Hinterbliebenen der Soldaten beschweren sich nun verstärkt, dass die amerikanische Regierung die Truppen ohne die geringste psychische Vorbereitung in Krisenregionen geschickt hat und auch nach deren Rückkehr keine entsprechenden Betreuungen anbietet.

Nun wurde allerdings ein neues Projekt gestartet. Und zwar sollen Vietnam-Veteranen den jungen Soldaten helfen, die aus dem Irak zurückkehren. Laut eigenen Angaben können die Erlebnisse nur verarbeitet werden indem man mit Leuten spricht, die Ähnliches durchgemacht haben.


Autor:
Lisa

Quelle:
www.tagesschau.de



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Kommentare
Mal ganz abgesehen davon ob dieser Krieg hätte geführt werden dürfen, muss man "seine Jungs" doch darauf vorbereiten wenn sie in so ein schwieriges Gebiet gehen und nach deren Heimkehr muss man ihnen meiner Meinung nach psychologische Hilfe anbieten.
Lisa am 16.03.2008 10:06
auf jeden Fall!
Was hört man so von deutschen Soldaten die aus Afghanistan kommen, bisher nicht viel.
Karsten am 16.03.2008 19:04
ein krieg hat immer tausend mal mehr opfer als man im ersten moment sehen kann
Ireena am 17.03.2008 21:21
absolut richtig ... aber schon ne gespaltene Geschichte. Sicher sind diese Menschen arm dran ... jedoch haben sie meist freiwillig im Krieg gekämpft und bewusst auch andere Menschen getötet.
Michael am 17.03.2008 21:58
naja. klar haben die das ziemlich freiwillig alles gemacht und vaterlandsliebe blablabla. aber trotzdem ist sowas ohne psychische vor und/oder nachbereitung schwer zu bewältigen.
hab da auch irgendwie mal n artikel gelesen als diese geschichte war von wegen unangebrachtes verhalten von den soldaten dahinten. so v.a. bilder mit lichen etc pp... spielen mit totenköpfen... der ganze tralala.
Da minte ein psychologe irgendwie noch zu dem thema dass die halt überhaupt keine lösung hätten wie die mit allem klar kommen, und halt gar nich genügend psychisch betreut werden und das quasi für diese situation dass dann ein nicht unnatürliches verhalten ist.
habs leide rnich mehr ganz genau im kopf.
aber zB wurd auch mal untersucht, dass wohl kriegsveteranen häufiger an alzheimer auch leiden als andere.
hachja, die schäden gehen eben tiefer als man denkt...
kayso am 18.03.2008 02:17
Ja, vielleicht ist Alzheimer bei denen dann eine Art Selbstschutz um sich nicht mehr an die schlimmen Ereignisse erinnern zu müssen, oder weil die so extremen Stress ausgesetzt waren.

Einige Trottel von wegen Vaterlandsliebe sind mit sicherheit dabei und in USA wahrscheinlich noch viel mehr als in Europa, was ich so denken würde. Aber viele müssen auch einfach zur Army und werden dann in den Irak geschickt ob sie wollen oder nicht.
Lisa am 18.03.2008 07:46
ja klar. denke ich. wobei es da sicher noch unterschiedliche formen alzheimer gibt. weil bei alzheimer verändern sich ja eigentlich auch die gehirnstrukturen....
aber zB gibts so ne therapeuten frau die mit kriegsveteranen arbeitet... und da ist es wohl so das der alzheimer oft quasi verschwindet wenn sie mit denen die erlebnisse dann "aufgearbeitet" hat. Das istschon beeindruckend irgendwie.

kayso am 18.03.2008 10:39
Auf jeden Fall. Eine Schutzfunktion des menschlichen Körpers.

Nur muss man dann auch auf seinen Körper hören wenn es ihm schlecht geht... oder eben der Seele. Das heißt dann also, dass die Soldaten, die gerade aus dem Krieg wiederkommen und es ihnen schlecht geht, dann sollen sie auch zum Psychologen gehen oder ähnliche Dienste in Anspruch nehmen (angenommen diese werden angeboten).

Im Quelltext stand auch oft, dass von anderen "Mit"Soldaten Sprüche kamen wie "Stell dich nicht so an". Und das ist totaler Schwachsinn in meinen Augen. Man darf die menschlcihe Psyche und auch den Körper nciht unterschätzen.
Lisa am 18.03.2008 13:50
naja, klar. aber viele denken vielleicht gar nicht dadran, gerade wenn die so traumatisiert sind. und es klang ja eher so als ob das gar nich angeboten wird, und teils ist das dann gar nicht so einfach irgendwo einen platz zu kriegen und das alles zu bezahlen etc.

klar ist "stell dich nich so an" scheiße. aber ind er situation wussten die sich wohl auch nich anders zu helfen. und naja, irgendwie muss man in dem moment da ja auch einfach durch... weiß ja nichw as für ne situ genau das jetzt war. aber was dann drinnen dabei alles kaputt geht merkt man meistens eben erst hinterher.

kack kiege ^^
kayso am 18.03.2008 14:34
Stimmt schon. Mit diesem "Stell dich nicht so an" schützen sich die besagten Soldaten vielleich auch etwas und machen die eigentliche Situation unwirklicher erscheinen.

Ja, in dem Artikel ging es darum, dass nichts angeboten würde. Wenn etwas angeboten werden würde, würden auch wohl mehr Leute dahingehen... oder die Soldaten müssten nach der Heimkehr verpflichtend zu 1 oder 2 psychologischen Gesprächen, damit man auch für sich selbst feststellen kann wie man wirklich mit der Situation umgehen muss.
Lisa am 18.03.2008 20:57
http://news.yahoo...
military_suicides;_ylt=AuaBjxZlk81j0iudlRRaNA.s0NUE

Vergangenes Jahr waren es jetzt insgesamt 115 US-Soldaten, die sich selbst das Leben genommen haben. Die Selbstmordrate unter den Soldaten ist damit so hoch wie noch nie.
Lisa am 30.05.2008 10:07
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