29.12.2007 - Brauner Schornsteinfeger erhält Berufsverbot

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Weil ein Schornsteinfeger in Sachsen-Anhalt für die NPD im Kreistag sitzt und außerdem "eindeutig" rechtsextrem sei, wurde ihm nun ein Berufsverbot erteilt.

"Er hat als Schornsteinfeger vom Staat ein Monopol für seinen Beruf bekommen. Er kann sich überall Zugang verschaffen, kein Bürger kann sagen, ich lasse keinen Rechtsextremisten rein. Das darf nicht sein", begründet der zuständige Landeswirtschaftsminister Reiner Haseloff diesen Schritt.

Da die NPD jedoch eine zugelassene Partei ist und die Zugehörigkeit zu dieser nicht als Grund für so ein Verbot ausreichen kann, ist nicht ausgeschlossen, dass ein Gericht das Verbot widerruft. Die Tatsache, dass der Mann aber einer der "führenden Köpfe der Rechtsextremen im Burgenland" ist, wirft allerdings ein anderes Licht auf die Situation.


Autor:
Michael

Quelle:
www.spiegel.de



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Kommentare
In der Tat ein schwierige Situation. Auch wenn ich persönlich niemanden von der NPD im Haus haben möchte, ist es allerdings nur gerecht, wenn aufgrund der Parteizugehörigkeit kein Berufsverbot erteilt werden kann, so lange es eine zugelassene Partei ist.
Michael am 30.12.2007 02:14
der Typ ist Faschist und deshalb Verbrecher, und den will ich nich im Haus haben, der gehört nich auf die Dächer der Gesellschaft ;-)

nur weil er öffentlich dazu steht und sich organisiert bekommt er von mir keinen Deut mehr Respekt

nieder mit den Faschisten!

ganz undemokratisch
Markus
Markus am 30.12.2007 13:55
Ich unterstelle der NPD auch faschischte Einstellungen und rechtes Gedankengut, jedoch muss dann die Partei verboten werden. Auch wenn es in diesem Fall kacke ist, funktioniert das nunmal so. Gibt wahrscheinlich auch genug Leute, die keine extremen "Linken" in ihrem Haus haben wollen. Das hat mit Respekt gegenüber der Einstellung nichts zu tun, aber man kann nicht einfach die Demokratie für Parolen aushebeln.

Nochmal zum Verständnis: Ich in nicht dafür, dass der Mann weiter seinen Beruf ausüben darf und ich bin auch defintiv kein Freund der NPD, aber wie bei vielen Sachen muss die Ursache beseitigt werden und nicht nur die daraus resultierenden Erscheinungen.

Und bitte jetzt nicht nur haufenweise Parolen ala "Nazis raus" posten ... ich denke, dass sehen die meisten hier sowieso so, oder nicht?
Michael am 30.12.2007 14:13
Allerdings, aber ich denke auch, dass die Partei verboten werden sollte. Genau wie rechte Organisationen oder Vereine.
Ireena am 30.12.2007 15:14
ich finde auch, dass solch einem unbedingt das berufsberbot entzogen werden sollte, vorallem bei schornsteinfegern, weil die ja auch zu einem bnach hause kommen, bei fabriksarbeiter oder bauarbeitern wäre das dann schon weniger schlimm, weil die jan nichtn wirklicvh mit leuten in berührung kommen.
ps: das beweist, dass alle npdler (selbst mitglieder der partei) aus der sarbeiterschicht stammen, darunter gibt es wahrscheinlich keinen einzigwen akademiker, wahrscheinlich nicht mal einen, der fachabi hat. das liegt wahrscheinlich daran, dass man als gebildeter mensch keine vorurteile gegenüber ausländern oder irgendwelchen andersdenkenden hat.
clemens am 30.12.2007 18:13
das ist alles etwas schwierig.... Ich finds auf der einen Seite sehr gut dass den Faschisten so viele Steine wie möglich in den Weg gelegen werden, dass ihnen das Leben so schwer wie möglich gemacht wird. Aber solang die NPD legal ist, darf die Parteizugehörigkeit kein Grund sein Menschen den Job zu entziehen...vorallem wenn ich mir vorstelle, dass jm. seinen Job verliert weil er Kommunist ist oder sonstig politisch linksgerichtet ist, das fänd ich auch nich gut. Okay, in dem Fall des Schornsteinfegers ist es ja so, dass er den Job verlieren soll weil er ja auch außerhalb der NPD für seine Gesinnung bekannt zu sein scheint, allein die Mitgliedschaft in der NPD reicht dafür sicher nicht aus. Ansich einfach die NPD verbieten, dann macht sich jeder NPD-Wichser starfbar und man kann ihnen das leben erst richtig schwer machen..hehe,...wenn dann Rechte Demontrationen illegal durchführen sind die Bullen nichtmehr zu ihrem Schutze da....trotzdem, für die Menschheit ist es sicher besser, wenn der Schronsteinfeger das Schornsteinfegen seinlässt.
Karsten am 30.12.2007 20:05
@Karsten, das sehe ich exakt so.

@clemens: Leider liegst du da komplett falsch. Die NPD kann auch viele Rechtsanwälte, Ärzte etc. verzeichnen. Das sind jedoch meisten nicht die Leute, die auf die Demos gehen etc. sondern die, die die ganzen Dummen lenken und vor allem auch finanzieren. Durch ihren beruflichen und gesellschaftlichen Stand und dem Geld, sind diese noch wesentlich gefährlicher, da sie meist recht unauffällig sind und großen Einfluss haben. Hab letztes noch inner Doku gesehen, dass der NPD eigentlich langsam das Geld ausgehen müsste, jedoch sind gerade diese Leute besonders engagiert und halten das Ganze am Leben.
Michael am 31.12.2007 09:41
so ist es! Genauso! Die gefährlichsten Faschisten haben keine Glatze und keine Springerstiefel, sie hören nicht Landser oder sonstige braune Scheiße, sie sind auch gar nicht mal so dumm, und haben wirtschaftlich sehr erfolgreich gehandelt, tragen Schlips und Krawatte, sehen supergut-bürgerlich aus und sind steinreich. Sie denken genauso grausam wie die Vorzeige-nazis, nur wesentlich durchdachter, bleiben verborgen, finanzieren die Burschenschaften und Verbände und benutzen die gehirnlosen Glatzen als Instrumente, dann brauchen sie sich selber die Hände nicht schmutzig machen, können ihren guten Ruf aufrecht erhalten, Mag sein das die Masse der NPD-Mitglieder und Wähler bedauernswert minderbemittelt ist, aber die reiche und qualifiziertere Minderheit ist am einflussreichsten und gefährlichsten.
Karsten am 31.12.2007 13:35
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