19.09.2007 - Überschwemmungen in Afrika "Land unter" muss keine Katastrophe sein
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Der Mechanismus läuft mal wieder wie geschmiert. Es regnet in Afrika, und es regnet heftig. Hilfsorganisationen schlagen Alarm: "Land unter von Ost bis West". Der interessierten Öffentlichkeit wird ein Bauer präsentiert, der sagt, er könne sich nicht erinnern, schon einmal so viel Wasser gesehen zu haben. Stunden später schlagen die Agenturmeldungen ein: "Afrika erleidet die schlimmste Flutkatastrophe seit Menschengedenken."
In Äthiopien werden - pünktlich, wie es sein sollte - aus schmalen Flüsschen Überschwemmungsgebiete größer als der Bodensee. Die Leute warten darauf, sie sind vorbereitet, nach dem Wasser mit der Aussaat zu beginnen. Sie haben ihre Dörfer so gebaut, dass niemand nasse Füße bekommt. Klein-Venedig im äthiopischen September. Wer es wissen will, kann erleben wie ein Wadi, also ein an vielleicht 300 Tagen im Jahr trockenes Flussbett, innerhalb von Minuten zum reißenden Strom wird und am nächsten Tag wieder friedlich da liegt, als wäre nichts gewesen.
Autor:
Lisa
Quelle:
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