Get on the top
Auf der Suche nach Leidenschaft, nach Individualität und Perfektion, nach Kraft und Ausdruck, Mut und Jugend, nach dem unbeschreiblichen Sound ihrer Gefühle und mit dem Wunsch, ein Teil der Musik sein zu wollen, verarbeiten fünf Jungs mit Background ihren Alltag, Erfahrungen, Erlebnisse und Erwartungen des Lebens.
Die tiefen Wurzeln der souligen 60er Jahre und musikalische Inspiration aus heutiger Zeit formen die Thüriger Jungs von PositiVibration zu einem einmaligen Live-Erlebnis!
Ihre Songs begeistern und verzauberten schon so einiges Publikum, sodass sie es dieses Jahr sogar in das Line-Up des Weedbeat Festivals geschafft haben.
Die Ryhtmen einschlägig, die Sounds mitreißend - Gesungen wird in deutsch und englisch. Diese Band hat zweifellos das Potenzial noch weitere Line-Ups zu schmücken und Leute mit ihrer Art von Reggae, Ska, Soul und JamRock zu bewegen und ihre Message zu verbreiten ... macht euch rechts ein Bild ihrer Musik und unterstützt sie kräftig auf dem Weedbeat.
BesetzungTom (Drums, Percussion)
Alex (Bass, Background-Vocals)
Schütt (Guitar, Percussion)
Goldo (Vocals, Guitar)
Jahnosch (Synth, Keys, Organ)
WeblinksOffizielle WebsiteMySpace Seite
User Fragen an PositiVibration
Frage: Schreibt ihr die Texte alle selbst ? Wenn ja, wodurch lasst ihr euch dabei inspirieren (bestimmte Orte, das Wunderkraut oder sonstiges)?
PositiVibration: Wir sind ja in der Band alle noch keine 25, glaub ich ^^ also ist es mehr das, was uns im alltäglichen Leben passiert oder auch ankotzt. Wir schreiben alle Texte selbst, manchmal wenn bei einem Gig noch Zeit ist, covern wir auch mal eins, das ist aber eher die Ausnahme, als die Regel. Wir erzählen von politischen Missständen in der Welt, ohne jemanden eine Meinung aufdrücken zu wollen. Wir wollen nur, dass unsere Hörer die Augen aufmachen und anfangen nachzudenken und nicht alles zu glauben, was auf RTL oder SAT1 gequatscht wird.
Wir singen aber genauso über die Liebe zu Reggae oder zu Frauen. Was die Texte angeht sind wir eigentlich ziemlich vielfältig.
Gerade arbeiten wir an einem Lied gegen Rassismus und Rechtsextremismus und das Lied heißt "Klaus". Durch dieses Lied oder z.B. "Gras In Der Tasche" verpacken wir ernste Botschaften in einem amüsanten Kontext ohne dabei kitschig oder abwegig zu wirken.
Im Endeffekt ist es ja das Leben was uns prägt und warum soll man nicht darüber schreiben?
Das Wunderkraut spielt, wie bei so vielen Reggae-Bands eine Rolle, aber keine entscheidende. Es ist nicht so, dass wir Texte schreiben, nur wenn wir betütelt sind. Wir rauchen auch nicht ständig oder lassen uns davon leiten, es ist eigentlich mehr die Toilette, die unserem Songwriter zur Inspiration hilft, auch wenn das komisch klingen mag, aber beim "Geschäft" kommen ihm die besten Ideen.
Frage: Wie seit ihr auf's Weedbeat gekommen?
PositiVibration: Die Frage, wie wir auf's Weedbeat gekommen sind, ist eigentlich ziemlich schnell beantwortet. Wir haben einfach per Mail gefragt! Ein Lied als Demo noch hintenran und somit haben wir scheinbar Rico (Veranstalter) überzeugt. Wir können das eigentlich bis jetzt noch gar nicht richtig fassen, denn wir haben es ohne Connections zu 'nem Plattenlabel oder Mutti, die unsere Instrumente finanziert, geschafft, so weit zu kommen. Wir haben uns alles von Grund auf selbst aufgebaut...
Aber Leute wie Rico, die die Musik lieben, geben auch kleineren Bands eine Chance, wenn es sich mit dem Line Up vereinbaren lässt und das hat beim Weedbeat einfach gepasst. Rico war gerade am Erstellen des Line Ups und somit sind wir da reingerutscht und ich kann nur noch einmal betonen, dass wir dafür endlos dankbar sind!
Frage: Habt ihr schon mit anderen Reggaemusikern zusammengearbeitet?
PositiVibration: Jop, haben wir! Es ging los als wir als Vorband von I.R.I.E. zum Sommernachtstraum in Gera gespielt haben. Wir haben viel von anderen Künstlern gelernt.
Als Vorband von Mono & Nikitaman ging es dann weiter. Die beiden sind übrigens total bodenständig und sind auch nur ganz normale Menschen ^^ (Liebe Grüße an der Stelle!)...
Was gab's denn noch? Ach ja, Festivals! Da trifft man sowieso die meisten Musiker, also haben wir dann mit Martin Zobel backstage gechillt, während er sich eingesungen hat. Mit Ten Colors sind wir ziemlich gut dran und die sind auch alle voll in Ordnung. Dann gab's noch gemeinsame Abende mit Dreadvibes und Massala. Naja, dieses Jahr steht ja noch das Radau Am Stau Festival an, wo wir u.a. mit Ronny Trettmann und The Skatoons auflaufen und nicht zu vergessen das Weedbeat, wofür wir soooo dankbar sind!
Frage: Und wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?
PositiVibration: Auf jeden Fall den Kurs beibehalten, den wir im Moment einschlagen. Es hat sich gezeigt, dass wir von Jahr zu Jahr eine erhebliche Steigerung aufweisen. Wir werden musikalisch besser, haben immer mehr Chancen uns zu beweisen und auch die Leute die sich mit unseren Texten identifizieren können werden immer mehr und unterstützen uns auch.
Ein Plan für dieses Jahr ist das neue Album, das im Vordergrund des Sommers steht. Ein anderer ist, neue Freundschaften auf den Festivals zu knüpfen und ein dritter Plan ist, die Band so zusammenzuhalten, wie sie im Moment aussieht.
Viel weiter planen kann man glaub ich auch gar nicht. Denn von heut' auf morgen kann schon wieder alles anders sein. Ein Plan ist vielleicht noch mehr Zeit unter der Woche zu finden, was derzeit aus arbeitstechnischen Gründen nicht möglich ist.
Frage: Wie viel Konzerterfahrung habt ihr schon und wie weit seid ihr dabei gereist? Viele Konzerte rechts sind ja nur in Gera.
PositiVibration: Die Konzerte kann man noch zählen. es dürften knapp über 53 sein. Weit gereist sind wir dabei komischerweise nicht, denn in Thüringen gibt es nicht so eine breite Reggae-Szene wie beispielsweise in NRW oder in Berlin. Ich glaub wir sind höchstens bis nach Sachsen gekommen oder so ^^
Dadurch, dass wir alles allein machen und uns von niemanden was vorschreiben lassen, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich erst mal auf lokaler Ebene einen "Namen" zu machen und dadurch sind die nächsten Konzerte erst mal alle in Gera. Aber es steht ja dann unser großes Festivalwochenende an, wo wir auf 2 Festivals in 2 Bundesländern spielen. Und alles vorher ist mehr oder weniger die Vorarbeit dorthin. Wir würden gerne weiterreisen, aber es hat sich bis jetzt noch nichts ergeben.
Frage: Seid ihr durch die Musik Freunde geworden oder wart ihr erst miteinander befreundet und habt euch dann dafür entschieden Musik zu machen?
PositiVibration: Also bei uns war das so: Wir waren bis auf Alex, der ja erst viel später als Bassist dazustieß, alle am selben Gymnasium und selbst unser Ex-Bassist war zeitweise an der Schule gewesen. Man könnte jetzt pauschal sagen, dass es als Schülerband begonnen hat, aber wir hatten wenig mit der Schule zu tun, es war nur der Ort, wo alles anfing. Wir hatten eine kurze Zeit einen Proberaum im Gymnasium, das war uns dann aber zu klein und auch in den Probezeiten war man halt sehr eingeschränkt.
Also unser damaliger Drummer war mit Goldo (Sänger) so eine Art "2-Mann-Reggaeband", dann bin ich bei einem Schulfest drauf aufmerksam geworden und hab Goldo angesprochen und hab dann einfach als Keyboarder mitgemacht. Unser Ex-Bassist kannte den Drummer und kam so dazu. Unser Gitarrist wohnt bei mir im Ort und ich hab ihn angesprochen. (Hoffe es ist nicht zu kompliziert)
So, dann ist der Drummer studieren gegangen und Tom kam als neuer Drummer dazu. Tom war bei mir im Parallelkurs. Na ja, und unser Nesthäkchen Alex war ein Fan aus erster Reihe und kam nachdem es Differenzen mit unserem Ex-Bassisten gab, einfach dazu.
Dazu könnte man noch so viel sagen, aber die ganze Geschichte steht auch hier: http://www.pv-band.de/index.php?id=7
Wer mal Zeit und Interesse hat, kann sich das ruhig mal durchlesen.
Also kurz gesagt, haben wir uns durch Reggae gefunden und sind durch die Liebe zu Reggae Freunde geworden.
Frage: Wann war euer erster Live-Auftritt und wie viele Gäste waren dort?
PositiVibration: Ach du Sch**ße, puh. Also laut Archiv, ist es 2003 gewesen. Das Datum von dem Gig ist unbekannt aber es war zu einem Schulfest gewesen, da war ich aber noch gar nicht dabei. Das erste Mal wo ich dabei war, war in einer Kneipe in Weida, wobei das Datum auch fehlt. Es muss aber im Herbst 2003 gewesen sein. Leute waren da zwischen 30 und 40, also nicht so viele
Frage: War es schwer für euch sich als Reggaeband durchzusetzen? Oft hört man ja viele Vorurteile gegenüber dieser Musik, vor allem aus der älteren Generation.
PositiVibration: Ich denke mal, für jede Band wird es irgendwo in einer Weise schwer sein, sich zu behaupten. Wir haben das Problem, dass wir mit PV schlecht angesiedelt sind. Denn wenn man ehrlich ist, will man Reggae in Ostthüringen nicht wirklich hören. In Jena geht es vielleicht mal noch, da es Studentenstadt ist, aber sonst...
Die Vorurteile der vorhergehenden Generation kennen wir, haben sie aber selbst gar nicht so mitbekommen. Es ist lustig, denn als wir letztes Jahr zur Bundesgartenschau gespielt haben, saßen da rund 400 Omis und Opis auf ihren Stühlen, haben geklatscht und sich über die "tolle Musik" gefreut.
Das Problem ist vielleicht, dass noch zu viel Menschen, egal ob alt oder jung, denken, dass Reggae Urlaubs-, Strand- und Erholungsmusik ist. Das man damit aber auch Missstände thematisieren kann, will vielen nicht in den Kopf gehen.
Es sind ja nicht alle Alten verschlossen gegenüber Reggae. Wir hatten auch schon Veranstalter, die Ende 50 waren und dann angefangen haben, über ihre Jamaikareisen zu philosophieren. Das ist dann wirklich sehr interessant und zeigt auch, dass es anders geht.
Frage: Ich hab gelesen, dass ihr keinen Sponsor oder so habt. Würdet ihr euch denn für Geld an ein Plattenlabel binden, auch wenn ihr euch dafür verändern müsstet?
PositiVibration: "Für Geld an ein Plattenlabel binden" klingt komisch. Man darf so ein Plattenlabel ja auch als nichts Schlechtes sehen: Sie besorgen dir Gigs, finanzieren dir dein Album und deine Instrumente, also es wäre schon irgendwo eine Erleichterung für uns, weil wir uns um vieles nicht mehr selbst kümmern müssten und uns auf andere Dinge konzentrieren könnten, was nicht heißen soll, dass das keinen Spaß macht. Man würde durch ein Label auch viel mehr rumkommen und alles, aber wenn ich mich da verändern müsste, würde ich sagen: "Und tschüß" Wenn Agenturen versuchen, uns auf Krampf zu akrobatischen Nummern auf der Bühne zu bewegen, hört der Spaß auf. Ich zum Beispiel weiß auch, dass ich auf der Bühne mehr lächeln sollte und alles, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen. Zurück zum Thema: Also wir würden zum Beispiel keine Texte von irgendwelchen Leuten singen, die meinen, dass man "damit in die Charts kommt", denn wir heißen nicht wie eine Teenie-Band, die derzeit in den USA durch den Monsun schreit. So was ginge gar nicht.
Lange Rede kurzer Sinn: Man muss dann abwägen, was wollen die von dir? Änderst du damit deine Persönlichkeit? Verwirfst du deine dir gesetzten Wertvorstellungen? Kannst du das mit dir vereinbaren oder fängst du jetzt an, dich zu verkaufen? Pauschal würde ich mich trotzdem für ein Nein! entscheiden, weil wir unsere Freiheiten genießen und wir bis jetzt auch ohne viel Geld und Label Musik machen konnten und werden.
Frage: In wie weit spielen Jamaika und die jamaikanische Kultur für euer Leben und eure Musik eine Rolle? Wart ihr schon einmal da?
PositiVibration: Das ist eine echt gute Frage und vor allem eine echt schwierige Frage! Jamaika spielt ja in so fern eine wichtige Rolle, weil ja alles von dort aus ausgeht. Wäre Jamaika nicht, wären wir nicht PositiVibration.
Eine so dolle Rolle wie z.B. bei Uwe Banton spielt sie aber nicht. Wenn Alex zu Hause Ital Food macht und zur Probe mitbringt, ist das natürlich was Besonderes und das wird auch genossen.
Es ist so, dass wir eigentlich immer Leute im Proberaum haben, also bei uns ist fast nie nur die Band da, und meistens sind es halt Menschen schwarzafrikanischer Herkunft, die uns zuhören, tanzen oder einfach mitspielen.
Was zum Beispiel den Glaube angeht, na ja, ich spreche da eigentlich nicht so offen darüber, aber ich glaube zum Beispiel, dass das Leben vorbestimmt ist und das, egal was man tut, man von einer höheren, intelligenten Macht auf diesen Weg zurückgeführt wird. Also nicht auslachen, aber so denk ich halt. Die anderen glauben mehr für sich allein und würden Fragen zum Glauben bestimmt ungern beantworten, weil es ja doch schon etwas sehr Persönliches ist.
Für die Musik spielt die Kultur hingegen eine viel größere Rolle, weil Jamaika zum Teil die selben Probleme hat wie Deutschland, zum Beispiel Probleme im politischen System, Polizeigewalt (dort natürlich viel härter als hier), Kriminalität, die Schere zwischen arm und reich, die immer weiter aufgeht usw. Das alles gibt es sowohl hier, als auch auf der Insel und wir schreiben natürlich darüber und das verbindet dann, weil sich sowohl Jamaikaner (stellvertretend für alle Schwarzen eigentlich) und Deutsche angesprochen fühlen.
Von uns war bis jetzt leider noch keiner auf Jamaika gewesen. Eine kleine Anekdote aus meinem Leben: Meine liebe Frau Mutter hat gesagt: "Jahnosch, wenn du dein Abi mit 2,5 oder besser bestehst, bezahl ich dir 2 Wochen Jamaika." Tja... äähhhmm... Was soll ich sagen? Meinen inneren Schweinhund konnte ich leider nicht überwinden. Dennoch ist es ein großer Traum von uns allen, einmal dort einzureiten. Wer die Seeed-DVD kennt, weiß vielleicht, was die da für eine Tour gemacht haben, durch King Tubbys Studios und so und in dem Maße würde ich es mir auch vorstellen.
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Artist, diese Frage nicht beantwortet hat. Bei Fragen dazu, bitten eben über das Kontakformular melden.
Ihr habt die Möglichkeit 30 Tage, nachdem wir ein Feature reingestellt haben, Fragen an den
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