Judge Dread

Allgemein


Britischer Reggae und Ska

Alexander Minto Hughes wurde am 2. Mai 1945 in Kent, England geboren und war bekannt unter seinem Künstlername Judge Dread'.

Er war der erste weiße Musiker, der einen Reggae-Hit in Jamaika hatte, und der erste weiße Musiker beim jamaikanischen Label Trojan Records.

Zur Musik kam Judge Dread durch die in seiner Umgebung wohnenden Rude Boys - schwarze Jugendliche, die sich meist in Gangs zusammengeschlossen hatten und mit "ihrer" Musik Ska und Reggae auch weiße Jugendliche in ihren Bann zogen.

Zuerst verdingte sich Judge Dread als Band-Roadie, Türsteher und Rausschmeißer in Pubs und Clubs und auch im Rotlichtmilieu als Anwerber vor einschlägigen Etablissements. Ende der 1960er Jahren arbeitete er als DJ und Toaster und trat als Sänger ohne feste Band auf. Seine Texte zeichneten sich durch überaus konkrete, schmutzige, schlüpfrige und pornografische Ausdrucksweise aus. Das versperrte ihm zeitlebens den Zugang zu vielen Medien (v.a. dem Radio), was einem größeren Bekanntheitsgrad und dem Abverkauf seiner zahlreichen Tonträger im Wege stand. Das Guinness-Buch der Rekorde führt Judge Dread als den Künstler mit den meisten von der BBC gesperrten Songs aller Zeiten. Aber gerade die offen sexistischen Texte , meist vorgetragen mit humorvoller britischer Selbstironie, waren bei seinen Fans Kult und sicherten ihm einen festen Platz in der weltweiten Skinhead-Szene.

Alben waren z. B. das Debutalbum "Dreadmania" und "Last Of The Skinheads". In den 1990ern folgte eine Neuaufnahme von seinem Hit "Big Seven" zusammen mit dem deutschen Dancehall-Sänger Dr. Ring Ding, welche große Beachtung in der deutschen Reggae-Szene fand.

Judge Dread starb am 12. März 1998 während eines Konzertes auf der Bühne im Penny Theatre, Canterbury, im Alter von 53 Jahren an einem Herzanfall.

Weblinks


The Judge Dread memorial site
Judge Dread - MySpace

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