Fyahsteppaz Soundsystem

Allgemein


Alles begann im Jahre 1995, als sich Sir Clash-a-lot und Mykal Dub an einem verregneten Tag im Zoo zufällig über den Weg liefen. Sie kannten sich noch von ihrem gemeinsamen Jazz-Studium. Inspiriert vom prasselnden Regen, der auf die Kamele im Zoogehege einschlug, beschlossen sie kurzerhand eine Speedmetal-Band mit orientalischen Einflüssen zu gründen. Nach Jahren harten Probens machten sie 1998 schließlich die Feststellung, dass es zu einer Speedmetal-Band mit orientalischem Einfluss wohl doch mehr braucht als Keyboard und Gesang. Nach langem Hin und Her entschieden sie sich letztendlich dazu, den für seine Gewalt- und Drogenexzesse bekannten, aber dafür besten Drummer der Stadt an Bord zu holen: Selecta Se. Und tatsächlich, mit ihm kam die Wende; doch auch die Wände immer näher.
Mykal Dub fühlte sich nach der zwölften Welttournee zunehmend von Se's dominanter Art eingeengt und schlug vor, einen Gegenpol zum autoritären Schlagzeuger mit in die Band aufzunehmen. Er kannte einen exzellenten Sopranflötisten, mit dem er damals in Vietnam durch die angesagtesten Schlecker-Filialen zog um mit blauer Farbe „AR“ vor die „SCHLECKER“- Schilder über den Eingängen zu sprühen. Dieses kleine Kerlchen namens Maximillia schien die richtige Antwort auf die Wutausbrüche von Se zu sein. Dieser wurde zunehmend ruhiger und bat die anderen im Jahr 2005 um zwei Wochen Auszeit um sein Leben grundlegend zu überdenken.
Über Neckermann buchte er einen All-Inklusive Urlaub nach Tibet, wo er sich in die heiligen Höhen der Berge begab um mit den weisen, tibetanischen Mönchen eine Runde Basketball zu spielen. Als er während eines Dunks auf die ihn umgebende Landschaft blickte, sah er wie über dem grünen Land der gelbe und rote Sonnenuntergang das Tal in panafrikanische Farben tauchte. Und ihm wurde klar, dass dies ein göttliches Zeichen sein musste. Auf Wikipedia las er kurz alles Notwendige über die Entwicklung afrikanischer Musik und googlete nebenbei den Sinn des Lebens. Dieser bestand für ihn nun darin ein Soundsystem zu gründen um die Botschaft des Reggaes in seine Heimat zu bringen.
Zu Hause angekommen brauchte es nicht viel, um die drei Kollegen zu überzeugen. Alle waren genervt vom Tinitus, den der Speedmetal ihnen zugefügt hatte. Außerdem war Speedmetal mittlerweile sowas von out und langhaarige Musiker könnten sie auch in einem Soundsystem noch sein. So kam es, dass sie unter dem Namen „Fyahsteppaz“ im Jahre 2005 zum ersten Mal im „Swing Club 144“ in Burghausen die legendäre „Reggae-Night“ übernahmen. Mit zunehmendem Know-How und Bekanntheitsgrad dauerte es nicht lange bis auch andere Clubs und Events von den Jungs beschallt werden durften.
Es folgten Regulars im „Too Hot Club“ und im „Bergwerk“ in Altenmarkt, wo „Ill Inspecta“ und“ Goldi“ zu Besuch waren. Abstecher ins „Platinum“ in Eggenfelden, den“ Club Deluxe“ in Neumarkt oder ins“ Cafe Orange“ in Mühldorf mit den Jungs von „Offbeat Ambassador“ sorgten dafür, dass sie sich auch über die Landkreisgrenzen hinweg einen Namen machten. Zu den weiteren Highlights zählen wohl das „Blackwatch“- und“ Blackstage-Festival“ in Simbach, die unvergessenen Auftritte am „Peracher Seefest“, „BIG UP Burghausen“ 2007 und 2008, sowie die Aftershowparty beim „Kool Savaz“-Konzert im „GuM“ und die Eröffnung des „Chiemsee Reggae Summer“ 2008.
Im „Club Moloko“ in Burghausen wurde nun eine neue Regular-Bleibe gefunden und somit wird wieder jeden ersten Samstag im Monat das Beste, was Reggae und Dancehall zu bieten hat, durch Burghausen's Grüben gepumpt. So fing alles an und nun geht's weiter…

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